Heimdebut geglückt – erster Dreier für die KobrasDinslakener Kobras

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Die Verantwortlichen der Kobras, die dieses Spiel im Vorfeld zur Saisoneröffnung nutzten, boten den Zuschauern ein buntes Rahmenprogramm mit Grill und Getränkeverkauf auch außerhalb der Eishalle, drinnen sorgte eine Tombola und ein Vorspiel des Kobra – Nachwuchses gegen die Gleichaltrigen aus Duisburg für Kurzweile bei den rund 350 Besuchern, die auch durch eine von den Kobras gestartete Freikartenaktion zustande kamen.

Dem Spiel merkte man sehr schnell an, das dies ein Kellerduell der Regionalliga war. Spielerisch weit weg von einer Offenbarung, wurde Eishockey über die gesamten 60 Minuten gearbeitet. Dabei erarbeiteten sich die Hausherren im ersten Spielabschnitt deutliche Feldvorteile, scheiterten allerdings in letzter Konsequenz immer wieder an einem gut aufgelegten Ratinger Schlussmann oder an der eigenen Nervosität.

Einmal mehr hatte Dinslakens Coach Tsvetkov damit zu kämpfen, dass ihm berufsbedingt Spieler fehlten. So war es diesmal die Offensivabteilung, die zwar an Personal ausreichend bestückt war, doch eingespielt konnten die drei Reihen nicht sein, schon wieder musste sie der Trainer neu zusammenstellen. Dementsprechend war zwar der Wille des Teams, die Partie zu gewinnen, deutlich erkennbar, spielerisch blieb jedoch jede Menge Luft nach oben. Trotzdem waren die Hausherren, gerade im ersten Drittel, drückend überlegen, vermochten sich jedoch nicht zu belohnen. Im Gegenteil: Eiskalt erwischt wurden sie bei einem der spärlich vorgetragenen Angriffe der Gäste, als in der 17. Minute Matthias Wodrich aus dem Gewühl heraus Torhüter Felix Zerbe überwinden konnte.

Nach dem ersten Pausentee witterte das Team von Gäste-Trainer Frank Pribil Morgenluft und kam nun immer besser ins Spiel. Langsam mehrten sich die Torchancen auch für die Gäste. Glücklicherweise behielt man seitens der Kobras die Ruhe und Kapitän Haßelberg konnte in der 23. Minute die Nerven von Fans und Mannschaft mit seinem Treffer zum 1:1 ein wenig beruhigen. Der schönste Angriff des Abends sorgte dann für die erstmalige Führung der Hausherren. Tic – Tac – Toe nennt man wohl im Eishockey diesen erfolgreich vorgetragenen Angriff, als in der 35. Minute Jan-Anton Baron nach links auf Sebastian Haßelberg passte, und dieser, ohne den Puck zu stoppen, ihn direkt wieder an den Flügelstürmer mit der 36 zurückspielte. „Barney“ hatte nun das leere Tor vor sich und brauchte den Schläger nur noch hinzuhalten.

Der Schlussabschnitt war gerade einmal 30 Sekunden alt, als erneut Kapitän Haßelberg im Alleingang mit dem 3:1 für die Vorentscheidung sorgte. Nun mussten die Gäste mehr und mehr aufmachen und erarbeiteten sich auch einige Großchancen, doch Felix Zerbe und seine Vorderleute stemmten sich den Angriffen erfolgreich entgegen. Als dann kurz vor Ende der Partie Frank Pribil seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzte, zeigte sich, was an diesem Abend den Unterschied ausmachte: Die Routine. Denn neben Sebastian Haßelberg war es Jan-Anton Baron, der nach Vorlage von Blueliner Thomas Bläsche mit seinem zweiten Treffer ins leere Gehäuse, diesmal allerdings als Emty-Net-Goal, eine Sekunde vor Schluss die endgültige Entscheidung herbeiführte.

Damit machte er seinem Verteidiger Marco Peisker, der an diesem Abend 35 Jahre alt wurde, das passende Geburtstagsgeschenk.

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