Heidschnucken leichte Beute für die Wölfe

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Unerwartet leicht taten sich die Harzer Wölfe bei ihrem Auftaktmatch in der Meisterrunde der Regionalliga Nord. Vor rund 450 Zuschauern im Braunlager Wurmbergstadion schoss der ESC die Gäste vom Adendorfer EC mit 11:1 (5:0, 4:1, 2:0) ab. Stefan Bilstein überragte als fünffacher Torschütze, doch auch der Rest der Mannschaft zeigte eine vorzügliche Vorstellung.

Waren die beiden Begegnungen in der Vorrunde zwischen den Wölfen und den Heidschnucken noch zwei enge Angelegenheiten, so ließen die Harzer diesmal schon von der ersten Sekunde an keinen Zweifel aufkommen. Bereits nach 39 Sekunden durfte bei Bilsteins 1:0 erstmals gejubelt werden, in der vierten Minuten legte der kaum zu bremsende Außenstürmer bereits das 2:0 nach. Auch die erste Powerplay-Situation nutzte der ESC schnell, nach nur 15 Sekunden Überzahl hatte Michele Meridian zum 3:0 getroffen. Wie überlegen die Wölfe das erste Drittel gestalteten zeigte sich vor allem bei Harzer Unterzahl. Während Adendorf zu keiner Torchance kam, hatten die Wölfe gleich mehrfach einen Treffer auf der Kelle. Im Netz landete der Puck dann aber erst zwei Sekunden, nachdem Bruno Kähm die Strafbank wieder verlassen hatte, diesmal war Erik Pipp erfolgreich (19.). Das 5:0 durch Bilstein nur 9 (!) Sekunden später war der Schlusspunkt unter ein ganz starkes Anfangsdrittel.

Im zweiten Drittel nahmen die Wölfe etwas das Tempo heraus, waren aber weiter zu jeder Zeit Herr der Lage. Die Gäste konzentrierten sich dagegen zusehends auf das Sammeln von Strafzeiten, so dass die Wölfe reichlich Überzahlgelegenheiten bekamen. Pipp (33.) und Meridian (39.) nutzten zwei Powerplays, zuvor hatten bereits Alexander Deibert (22.) und Andreas Bippus (26.) für die Harzer getroffen. Immerhin, auch die Adendorfer konnten beim Stand von 7:1 einen Treffer durch Denny Böttger feiern (31.).

Auch im Schlussabschnitt sorgten die Heidschnucken durch etliche Fouls für viel Betrieb auf der Strafbank. Bitterer Höhepunkt aus ESC-Sicht war kurz vor dem Ende ein Foul an Bippus, der anschließend mit mehreren Stichen am Ohr genäht werden musste. Der Adendorfer Vadim Kulabuchov erhielt für die Aktion eine Spieldauerstrafe. Der Spielstand zu diesem Zeitpunkt: 11:1, nachdem zweimal Bilstein in Überzahl (49. und 57.) eingenetzt hatte.

Während Adendorfs Trainer Lumir Mikesz nach Spielende lieber keinen Kommentar abgab, war Wölfe-Coach Bernd Wohlmann natürlich sehr zufrieden: „Wir haben über 60 Minuten gut gespielt, die frühe Führung hat uns gut getan. Man darf die Leistung aber auch nicht überbewerten. Es war nur ein Schritt, neun weitere müssen bis zu unserem Ziel, den Play-offs, noch folgen.“

Tore: 1:0 (0:29) Bilstein (Eichler, Deibert), 2:0 (3:35) Bilstein (Deibert, Blank), 3:0 (7:15) Meridian (Deibert, Schock/5-4), 4:0 (18:11) Pipp (Bauer), 5:0 (18:20) Bilstein (Schock, Deibert), 6:0 (21:25) Deibert (Öttl, Schock), 7:0 (25:39) Bippus (Kähm), 7:1 (30:26) Böttger (Buckup/4-4), 8:1 (32:03) Pipp (Kähm, Öttl/5-4), 9:1 (38:10) Meridian (Deibert, Bilstein), 10:1 (48:39) Bilstein (Blank, Schock/5-4), 11:1 (56:42) Bilstein (Blank, Deibert/5-4). Strafen: Braunlage 18 + 10 (Pipp), Adendorf 30 + 10 (M. Hofmann) + 5 + Spieldauer (Kulabuchov). Zuschauer: 414.

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