Heidschnucken auf großer Reise

Verband wertet Abbruchspiel für AdendorfVerband wertet Abbruchspiel für Adendorf
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Knapp 1600 Kilometer muss der Adendorfer EC am kommenden Wochenende zurücklegen und darf bei diesen Reisestrapazen nicht zwei wichtige Spiele außer Acht lassen. Am Samstag um 18 Uhr gastieren die Heidschnucken beim Tabellenführer der Regionalliga-Meisterrunde, dem EHV Schönheide, und am Sonntag um 16 Uhr kommt es zum Gastspiel bei den Jonsdorfer Falken.

112 Scorerpunkte in neun Spielen. Mehr braucht man zum „magischen Dreieck“ Daniel Jun, Miroslav Jenka und Robert Kase eigentlich nicht sagen, die damit einen Schnitt von 12,4 Punkte pro Spiel in dieser Meisterrunde haben. Doch kampflos ergeben wollen sich die Mannen von AEC-Coach Lumir Mikesz im Erzgebirge aber nicht. „Für unser junges Team ist es in erster Linie wichtig in so einem Spiel für die Zukunft zu lernen. Wir fahren aber auch nicht den weiten Weg um uns sang- und klanglos abschlachten zu lassen. Überraschungen sind immer und überall möglich.“ Mikesz weiß, wovon er spricht. Bei der deutlichen 1:7-Niederlage im Hinspiel gegen den EHV Schönheide musste der AEC eine Lehrstunde hinnehmen und möchte dies nun aber möglichst vermeiden. „Wichtig ist, dass wir gute Akzente nach vorne setzen, hinten sicher stehen und unsere Chancen besser verwerten“, so Mikesz weiter der in diesem Spiel aller Voraussicht nach auf Jan-Philip Fiege im AEC Tor setzt.

Bei den Falken vom EHC Jonsdorf sieht die eigene Bilanz schon ernüchternder aus. Die drei besten Scorer aus dem Zittauer Gebirge bringen es zusammen gerade mal auf zusammen 15 Punkte. Dabei führen die beiden Tschechen Jan Havlik und Michal Pesek die Liste an. Gefährlich aber glücklos, so kann man die Offensivabteilung der Falken auch bezeichnen. Mit bisher 17 Toren hat Jonsdorf den Minimallistensturm der Meisterrunde. Doch gerade in der heimischen Sparkassen Arena zeigten die bisher sieglosen Falken ihre bisher besten Leistungen. So wurde gegen Braunlage und Bremerhaven erst nach Penaltyschießen verloren und am vergangenen Wochenende fiel der entscheidende 4:3 Siegtreffer für den EHC Timmendorfer Strand erst in einer 5:3-Überzahlsituation der Beach Boys. Für frischen Wind bei Jonsdorf könnte der erfolgte Trainerwechsel sorgen. Nicht die anhaltende Niederlagen, sondern das Anspruchsdenken von Horymir Sekera sorgten, nach Vereinsangaben, für die Beurlaubung des Trainers. Nachwuchstrainer Andreas Bresack hat als Interimslösung die Falken erst einmal übernommen. Nach einem Nachfolger Sekeras wird gerade im Hinblick auf die nächste Saison fieberhaft gesucht. Gut möglich ist es, dass Jonsdorf den kanadischen Weg bestreiten will.

Für den Adendorfer EC geht es in diesem Spiel darum, zu punkten und den Blick weiter nach vorne zu richten. „Die Mannschaft ist besser als die derzeitige Tabellensituation hergibt. Bei einem möglichen Erfolg in Jonsdorf können wir wieder Anschluss an die oberen Plätze bekommen“, so Pressesprecher Finn Sonntag. Im Hinspiel wurde eine 2:0-Führung zu fahrlässig verspielt und so konnte erst nach Penaltyschießen mit 3:2 gewonnen werden. Dies wollen die Heidschnucken nun besser machen und mit vollen drei Punkten im Gepäck zurück in die Lüneburger Heide reisen. Die Vorzeichen stehen dafür gar nicht so schlecht. Der AEC kann an diesem Wochenende mit vollen vier Reihen auf große Reise gehen. Fehlen wird beim AEC lediglich Peter Hofmann und Jacek Piechutta die aus beruflichen Gründen passen müssen. Grünes Licht dagegen kam von Verteidiger Frank Richardt, der Dienstfrei bekam.

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