Hartes Spiel gegen Adendorf verlorenAbbruch 68 Sekunden vor Schluss

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Mit 3:9 verloren die Salzgitter Icefighters in der Regionalliga Nord gegen den Adendorfer EC. Allerdings konnte das Spiel nicht komplett zu Ende gespielt werden.

Eigentlich standen die Vorzeichen nicht allzu schlecht für die TAG Salzgitter Icefighters. Das Heimspiel gegen den Adendorfer EC stand an und diese hatten am Freitag ihre erste bittere Niederlage verschmerzen müssen. Dazu kam das für diesen Tag sieben Stammspieler abgesagt haben, also der sonst so stark aufgestellte Kader um einiges dezimiert wurde.

Direkt nach dem Beginn der Partie lag bereits nach neun Sekunden der erste Spieler auf dem Eis – allerdings noch ohne gegnerische Einwirkung. Doch das sollte sich ändern. Denn obgleich das Spiel recht schnell begann und sich die ersten Chancen herauskristallisierten, wurde gleich mit harten Bandagen gekämpft. Ab der fünften Spielminute wurde es auf der Strafbank lebhaft. Und dies sollte faktisch bis zum „Ende“ des Spiels auch bleiben. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Hausherren bereits mit 0:1 hinten. Die Gäste hatten es im ersten Drittel geschafft, aus dem zähen Fluss und den wenigen Möglichkeiten ihre Tore zu machen. Bis zum Ende des ersten Abschnittes sollte es auf 3:0 erhöht werden. Dabei sahen die etwa 200 Zuschauer durchaus gut kämpfende Salzgitteraner, aber im Zug zum Tor war man bis dato nicht gefährlich genug.

Das zweite Drittel brachte dann etliche Strafzeiten mit sich, da auch der Härtegrad noch einmal zugelegt hat. In den ersten Minuten zogen die Adendorfer durch einen Doppelschlag zunächst auf 5:0 davon.  Aber die Spieler von Radek Vit haben nicht resigniert, und begünstigt durch zwei Überzahlspiele mit 5 gegen 3 und einen schönen Distanzschuss von David Jasieniak (23.) konnten Maik Gatzka (30.) und C. Pelikan (36.) bis auf 3:5 verkürzen. Danach wurde es zunehmend hitziger und es gab eine Situation, die es bis dato wohl noch nicht gegeben hat: 44 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels hat der Schiedsrichter vorzeitig die Pause angeordnet, um einer erheblichen Eskalation auf dem Eis vorzubeugen.

Diese Zeit wurde direkt nach der Pause weitergespielt. Nach Beendigung dieser Sekunden gab es eine minimale Unterbrechung zum Seitenwechsel und der letzte Spielabschnitt begann. Allerdings fanden die Gäste aus der Heide wesentlich besser zurück in dieses Spiel und bedingt durch einige Überzahlspiele und Schwächen in der Defensive der Gastgeber fielen die Tore nur noch auf der Seite des AEC. Kurz vor dem regulären Ende fand diese Begegnung ihr vorzeitiges Aus. Als noch 68 Sekunden zu spielen waren, brach eine Scheibe der Feldbegrenzung ungünstig und konnte auf die Schnelle nicht ersetzt werden. So blieb dem Schiedsrichtergespann nichts übrig als beim Stand von 3:9 abzubrechen.

Salzgitters Trainer Radek Vit war nach dem Spiel auch dementsprechend nur mit dem Mittelteil zufrieden: „Wir sind mit einigen Fehlern gestartet, die mit Toren bestraft wurden. Nach dem Doppelschlag sind wir bemerkenswert zurückgekommen und hätten unter Umständen auch noch auf 4:5 herankommen können. Leider wurde uns diese Möglichkeit durch die vorzeitige Pause genommen. Nach dieser Situation kamen wir nicht wieder in unser Spiel rein und haben zudem in der Defensive wieder zu viele Fehler gemacht. Diese wurden von den Adendorfern durch ihre Erfahrung dann genutzt.“

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