Hart erkämpfter Wölfe-Sieg über Hamburg

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende war der Start in das Jahr 2009 gelungen und drei Punkte blieben im Wurmbergstadion. Die Harzer Wölfe besiegten vor heimischer Kulisse den Hamburger SV mit 5:2 (1:0, 1:1, 3:1). Durch den Erfolg konnte der ESC seine Tabellenführung in der Regionalliga Nord auf drei Punkte ausbauen. Der HSV präsentierte sich aber wie schon beim 3:2 der Wölfe vor rund sechs Wochen als äußerst unangenehm zu spielender Gegner.

Fast 600 Zuschauer hatten trotz der andauernden und ergiebigen Schneefälle und teilweise chaotischer Straßenverhältnisse den Weg in das Stadion gefunden. Genau diese Straßenverhältnisse sorgten jedoch dafür, dass zunächst Warten angesagt war. Die Mannschaft des HSV traf mit knapp einer Stunde Verspätung in Braunlage ein, die Begegnung begann entsprechend später.

Als schließlich Eishockey gespielt wurde, taten sich die Wölfe lange Zeit schwer gegen die defensiv sehr kompakt stehenden Hansestädter. Vielmehr war es sogar ESC-Goalie Jason Kraiss zu verdanken, dass die Harzer bei einer langen doppelten Unterzahl nicht in Rückstand gerieten. „Jason hat gerade im ersten Drittel einige sehr wichtige Paraden gezeigt“, lobte Wölfe-Trainer Bernd Wohlmann anschließend den 18-jährigen Keeper. Dank des schönsten Angriffs des Spiels, Jurica Bednjanec vollendete eine Kombination über John Kraiss, Stefan Bilstein und Alexander Deibert, konnten sich die Wölfe kurz vor Drittelschluss doch noch über das 1:0 freuen (19.).

Die Führung hielt im zweiten Durchgang jedoch nur 63 Sekunden, ehe Stefan Tillert für den HSV erfolgreich war. Wie schon in den ersten zwanzig Minuten blieben die Wölfe in der Folge immer wieder in der Deckung der Hamburger hängen. Die größte Chance hatte Deibert, ihm versprang der Puck bei einem Solo allerdings im entscheidenden Moment (34.). Wieder kurz vor Drittelende fiel dann die erneute Führung, Marc Garthe fälschte im Powerplay einen Schuss von Jeff Maronese unhaltbar ab (38.).

Noch schneller als im zweiten Abschnitt fiel aber auch im Schlussdrittel der erneute Ausgleich, John-Darren Laudan traf Sekunden nach dem Ende eines Powerplays zum 2:2 (41.) . Ebenfalls in Überzahl gingen die Wölfe zum dritten Mal an diesem Abend in Führung, Deibert verwertete eine Maßvorlage von Bilstein. Danach hieß es für die Fans bis fast zur letzten Minute zittern, ehe John Kraiss den Puck irgendwie über die Linie brachte (59.). Die Hamburger Proteste, dass Tor sei irregulär gewesen, verhallten ungehört. Der Frust entlud sich wenig später in einer heftigen Massenschlägerei, Schiedsrichter Andreas Fuchs ließ aber Gnade walten und verteilte im Anschluss nur kleine Strafen. Den sportlichen Schlusspunkt setzte anschließend Bilstein mit dem 5:2 (60.).

Tore: 1:0 (18:43) Bednjanec (Deibert, Bilstein), 1:1 (21:03) Tillert (Buchen), 2:1 (37:20) Garthe (Maronese, Schock/5-4), 2:2 (40:49) Laudan (Kähler), 3:2 (47:30) Deibert (Bilstein/5-4), 4:2 (58:56) John Kraiss (Deibert, Bilstein), 5:2 (59:43) Bilstein (Deibert, Schulz). Strafen: Braunlage 26, Hamburg 26 + 10 (Santos). Zuschauer: 563.