Gut gegen Duisburg verkauft

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Deutlich verstärkt präsentierte sich der Neusser EV im Duell mit dem hochkarätig besetzten EV Duisburg. Wie schon im Hinspiel erreichten die Fuchs-Schützlinge gegen den haushohen Favoriten ein achtbares Ergebnis und unterlagen mit 4:7 (1:3, 1:2, 2:2). Während bei den Gästen erneut die Top-Sturmreihe brillierte, glänzte NEV-Routinier Boris Fuchs mit einem Hattrick.

Nachdem die Neusser zuletzt in Unna und Troisdorf nicht überzeugen konnten, zeigten sie im Duell mit dem EV Duisburg wieder ihr wahres Gesicht. Bestärkt durch den frühen Führungstreffer von Sebastian Bongartz versteckten sie sich gegen den mit zahlreichen (Ex-)Profis besetzten Gegner nicht und kamen mit gefährlichen Kontern zu guten Chancen, die jedoch nicht zu weiteren Toren genutzt werden konnten. Auch die Gäste bewiesen frühzeitig ihre Klasse und rückten mit drei Toren innerhalb von vier Minuten die Verhältnisse gerade. Die Füchse, die in den letzten vier Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse aktiv waren, glänzten immer wieder mit schnellem und sicherem Kombinationsspiel, wobei deren Paradereihe erwartungsgemäß überragte. Während der NEV das erste Drittel noch relativ offen gestalten konnte, erhöhten die Gäste das Tempo zu Beginn des mittleren Abschnitts noch einmal, so dass der erneut sehr gut aufgelegte Carsten Solbach alle Hände voll zu tun hatte, nicht mehr als den vierten Gegentreffer durch Franz-David Fritzmeier zuzulassen. Mitten in die Duisburger Drangphase hinein platzte dann ein Distanzschuss von Boris Fuchs, der überraschend hinter EVD-Torhüter Lüttges einschlug (33.). Auch wenn Duisburgs Finne Jäske umgehend den alten Abstand wieder herstellte, gelang es dem NEV in der Folgezeit wieder öfter, eigene Akzente zu setzen. Als Boris Fuchs zu Beginn des letzten Abschnitts gar auf 3:5 verkürzte, schien kurzzeitig sogar eine Überraschung möglich. Dann aber bekamen sich Sebastian Odenthal und Miikka Jäske in die Haare, was den Wedau-Städtern eine fünfminütige Überzahl bescherte. Die Gelegenheit ließ sich das Duisburger „Star-Ensemble“ nicht entgehen, das vor ca. 250 mitgereisten Fans mit zwei weiteren Toren den Sieg sicher stellte. Der Schlusspunkt blieb aber den vorbildlich kämpfenden Neussern vorbehalten, die durch Fuchs’ dritten Treffer an diesem Abend noch einmal verkürzen konnten. Am Ende der über die gesamte Spieldauer interessanten Partie wurden beide Mannschaften mit Applaus in die Kabinen verabschiedet, was den Leistungen der Akteure auch gerecht wurde. Die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen wurde mit einem akzeptablen Ergebnis für ihre zufrieden stellende Leistung belohnt.

Tore: 1:0 (0:57) Bongartz (Hellmann, Jasik), 1:1 (9:39) Kujala (Jäske, Fritzmeier), 1:2 (13:05) Kujala (Liesegang, Jäske/4-3), 1:3 (13:45) Schöbel (Liesegang, Panek/4-4), 1:4 (23:55) Fritzmeier (Jäske, Hirsch), 2:4 (32:26) B. Fuchs, 2:5 (33:38) Jäske (Bovenschen), 3:5 (41:33) B. Fuchs (Oltmanns, H. Schrills), 3:6 (51:34) Kujala (Panek, Jäske/5-4), 3:7 (54:13) Liesegang (Tegkaev, Schöbel/5-4), 4:7 (56:39) B. Fuchs (H. Schrills, Oltmanns). Strafen: Neuss 14 + Matchstrafe (Odenthal), Duisburg: 10 + + 10 (Bovenschen) + 5 + Spieldauer (Schafranski). Zuschauer: 532.