Grefrath blamiert sich gegen Königsborn

4:5 verloren – doch die Nierspanther sind Pokalsieger4:5 verloren – doch die Nierspanther sind Pokalsieger
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Das war magere Kost, die der Grefrather EC 2001 den 363 Zuschauern servierte. Nur mit 5:4 nach Penaltyschießen gewannen die Nierspanther gegen den Königsborner JEC. Dabei hatte alles so gut angefangen. Von der ersten Minute an waren die Panther das bessere Team und setzten sich früh im Drittel der Bulldogs fest. Dabei ließ man jedoch einige gute Torchancen ungenutzt, oder hatte einfach Pech wie beim Pfostenschuss in der dritten Minute. In der fünften Minute spielten die Panther bereits zum zweiten Mal in Überzahl und plötzlich stand es völlig überraschend 1:0 für Königsborn. Was war passiert? Beim Aufbauspiel verlor man die Scheibe an der blauen Linie und Königsborns Patrick Kuchnia ließ sich nicht zweimal bitten, zog auf und davon und netzte zum 1:0 für die Gäste ein. Der Gastgeber war dadurch allerdings wenig beeindruckt und sorgte im Gegenzug für den Ausgleich. Neuzugang Philipp Hendle schoss aufs Königsborner Tor, doch der Keeper konnte die Scheibe nicht festhalten und ließ sie abprallen. Diesen Abpraller nutzte Andre Huebscher zum verdienten 1:1-Ausgleich. Von nun an bestimmten die Nierspanther das Geschehen auf dem Eis und waren das bessere Team. Diese Überlegenheit schlug sich dann auch in Tore um und so konnten die Nierspanther in einem insgesamt schwachen Spiel bis zur Drittelsirene auf 4:1 erhöhen.

Im zweiten Abschnitt wurden schnell wieder alte Schwächen sichtbar, zwar blieb das Team von Adam Grygiel Spiel bestimmend, konnte daraus aber nichts Zählbares machen. Immer wieder wurde die Scheibe unnötig vertändelt und Chancen leichtfertig vergeben. Des Weiteren wurden immer mehr Abstimmungsschwierigkeiten sichtbar. Auch die Gäste aus Königsborn trugen nicht gerade zum Unterhaltungswert der Partie bei. Den Panthern hingegen schien das 4:1 zu reichen anders ist der nun eingelegte Schongang nicht zu erklären. Das Spiel verflachte nun zusehends und so stand es am drittel Ende nach wie vor 4:1 für Grefrath.

Das letzte Drittel begann ähnlich wie das zweite endete. Grefrath war überlegen, doch baute man nun durch individuelle Fehler den Gegner auf. In der 45. Minute konnten die Bulldogs auf 2:4 verkürzen. Michael Sasse überwand den Grefrather Schlussmann. Selbst dieses Tor schien die Panther nicht wachrütteln zu können, denn nur 50 Sekunden später stand es nur noch 4:3. Jetzt hatte wohl auch der letzte Spieler gemerkt, dass das hier kein Spaziergang ist und die Panther drehten noch einmal auf. Doch wie schon zu Spielbeginn blieben auch beste Möglichkeiten ungenutzt und so was rächt sich bekanntlich. Die Bulldogs witterten nun ihre Chance und nahmen in den letzten Sekunden den Keeper zugunsten eines sechsten Spielers vom Eis und dieser Mut sollte belohnt werden. Acht Sekunden vor Schluss erzielte der KJEC den umjubelten 4:4-Ausgleich und machte damit die Blamage der Grefrather perfekt. Zwar behielten die Panther im Penaltyschießen die Oberhand, doch die Zuschauer hatten genug gesehen.

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