Glanzloser Wölfe-Sieg gegen Akademiker

Kadan zu Gast im WolfsbauKadan zu Gast im Wolfsbau
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Im dritten Anlauf gelang dem EHV Schönheide 09 am Samstag der erste Sieg in dieser Saison gegen FASS Berlin. Vor knapp 500 Zuschauern im Schönheider Wolfsbau bezwangen die Wölfe zwar die Akademiker mit 10:7 (6:0, 3:3, 1:4), doch so richtig Freude wollte nach dem Spiel nicht aufkommen, denn nach einem ganz starken ersten Drittel, wo die Wölfe den Gegner nach Belieben beherrschten, ließen die Hausherren in der Folge ebenso stark nach und kassierten im weiteren Spielverlauf sieben unnötige Gegentore.

Aufgrund der Aufstellung, nur zwölf Feldspieler konnte der EHV 09 aufbieten, und den letzten Ergebnissen gegen die Hauptstädter, hatte man sich bei den Wölfen am Samstag auf ein ganz enges Spiel eingestellt. Doch anders als erwartet, zeigten sich die Gäste von Beginn an in der Defensive sehr anfällig und mußten nach nur 31 Sekunden durch Matthias Krehl bereits den ersten Gegentreffer hinnehmen. Von der frühen Führung beflügelt, ließen die Wölfe nicht locker und legten nur weitere 36 Sekunden später den zweiten Treffer durch Danny Reimann nach. FASS Berlin fand kein Mittel gegen die schnellen Angriffe des EHV 09 und lag durch zwei weitere Tore von Daniel Jun (7.) und Miroslav Jenka (9.) nach nicht einmal zehn Minuten schon mit 0:4 zurück. Bei den Wölfen klappte dagegen im ersten Drittel alles. Selbst in Unterzahl spielte der EHV 09 mit seinem Gegner Katz und Maus und erhöhte in der 15. Minute und innerhalb von 30 Sekunden durch zwei Shorthander von Daniel Jun und Miroslav Jenka das Ergebnis auf 6:0.

Ab dem zweiten Drittel ließ die Konzentration ob der deutlichen Führung bei den Wölfen nach. Die Akademiker fanden etwas besser ins Spiel und verkürzten durch Tore von Philip Labuhn (26.) und Thomas Supis (30.) auf 6:2. Zur Halbzeit wechselten die Wölfe nach vorheriger Absprache die Torhüter und Backup Oliver Granert übernahm für Sebastian Modes. Der EHV 09 zog nach dem zweiten Gegentreffer das Tempo wieder an und erzielte in Überzahl durch Christian Heumann das 7:2 (31.). Zwar gelang den Berlinern ebenfalls im Powerplay in der 38. Minute der dritte Treffer durch Fabio Patrzek, doch die Wölfe lieferten prompt die Antwort und bauten ihren Vorsprung durch Tore von André Lenk (38.) und Matthias Krehl (39.) auf 9:3 aus.

Über die letzten 20 Minuten müßte man aus EHV-Sicht eigentlich den Mantel des Schweigens legen. Scheinbar war man sich bei den Wölfen des Sieges zu sicher, anders kann man sich nicht erklären, warum plötzlich nichts mehr ging. Fehlende Laufbereitschaft, schwaches Zweikampfverhalten, haarsträubende Abwehrfehler und unnötige Strafzeiten bescherten den Wölfefans bis zum Schlusspfiff wenig sehenswerte Eishockeykost. FASS Berlin nutzte die Gunst der Stunde und kam nach Sechs-Tore-Rückstand durch Treffer von Leers (42.), Patrzek (43.), Supis (51.) und Geiseler (51.) gefährlich nahe auf 9:7 heran. Spielertrainer Daniel Jun mußte zur Auszeit greifen, um seine Mannschaft aufzuwecken und neu zu ordnen. Die Gäste witterten nun ihre Chance und kämpften verbissen um den Anschlusstreffer. 160 Sekunden vor dem Ende nahm FASS Berlin zu Gunsten eines sechsten Feldspielers den Torhüter vom Eis und riskierte noch einmal alles. Doch diese Maßnahme blieb, zum Glück für Schönheide, unbelohnt. Daniel Jun sorgte für die endgültige Entscheidung und traf von der eigenen Grundlinie aus zum 10:7 ins verwaiste Berliner Tor.

Tore: 1:0 (0:31) Krehl (Weiss, Heumann), 2:0 (1:07) Reimann (Lenk, Vojcak), 3:0 (6:05) Jun (Krehl), 4:0 (8:25) Jenka (Krehl, Jun), 5:0 (14:17) Jun (Weiss, Jenka/4-5), 6:0 (14:47) Jenka (Jun/4-5), 6:1 (25:54) Labuhn (Leibrandt, Harloff), 6:2 (29:24) Supis (Harloff, Seelisch), 7:2 (30:13) Heumann (Jun, Jenka/5-4), 7:3 (37:02) Patrzek (Aicher/5-4), 8:3 (37:31) Lenk (Vojcak), 9:3 (38:23) Krehl (Weiss, Jun), 9:4 (41:01) Leers (Pietsch, Balko), 9:5 (42:34) Patrzek (Aicher), 9:6 (50:21) Supis (Pietsch, Leibrandt), 9:7 (50:41) Geiseler (Leers, Pietsch), 10:7 (57:44) Jun 57:44 (ENG). Strafen: Schönheide 26, Berlin 16. Zuschauer: 438.

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