Gerüstet für den doppelten Ligagipfel

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Wölfe-Trainer Holger Pöritzsch musste seine Mannschaft umbauen. Kurzfristig fielen Dennis Sauer, Daniel Hickmann, Erol Posacki (alle krank) und Armin Wilts (privat) aus, Thomas Heinekens Pass lag noch nicht vor. Dafür gab Außenstürmer Daniel Novak sein mit Spannung erwartetes Comeback, welches kaum besser hätte beginnen können. Gleich Novaks erster Torschuss saß, was in der vierten Spielminute bereits das 2:0 bedeutete, weil Patric Kaliszewski den ersten Angriff nach 38 Sekunden mit der Führung abgeschlossen hatte.

Sollte der Tag eines reibungslosen ersten Drittels gekommen sein? Mitnichten. Auch des Trainers größter Wunsch bleibt zumindest bis in die Vorweihnachtszeit unerfüllt. Bei Mainz kehrte der Schlendrian ein: Verteidiger Pavel Michalek und Torwart Marc Stromberg leisteten sich ein Missverständnis, und wenn das hinter dem eigenen Tor passiert, hat das oft erhebliche Folge – Mario Viggiani traf für Wiesbaden ins leere Gehäuse (10.). Damit nicht genug: Nicolas Johansson glich aus (13.), und auch Martin Sagulas 3:2 (15.) beantworteten die mit allen Leistungsträgern angetretenen Gäste noch vor der ersten Sirene, erneut durch Viggiani (17.).

Die ersten zehn Minuten des Mittelabschnitts hätten die weit über 100 Zuschauer getrost an den Glühweinständen der gut gefüllten Eissporthalle am Bruchweg verbringen können. Wer zur Hälfte des Spiels nicht zurück war, verpasste anschließend allerdings die entscheidenden Sequenzen. Philippe Heises Direktabnahme nach sehenswertem Zuspiel von Vaclav Cimburek bedeutete das 4:3 (31.); der genesene Michael Horcicka fing an der Blauen Linie die Scheibe ab, legte sie einem Verteidiger durch die Beine und vollendete mit der Rückhand flach zum 5:3 (36.); und schließlich fälschte der Slowake Cimburek einen von Bastian Hitzelberger mit Bedacht und Akkuratesse platzierten Schuss zum 6:3 ab (40.). Novak (49.) und Heise (52.) wischten mit ihrem jeweils zweiten Treffer letzte Zweifel weg.

„Auch diesmal haben wir uns das Leben durch individuelle Fehler im ersten Drittel selbst schwer gemacht“, resümierte der Mainzer Coach Pöritzsch. Gegenüber den Vorpartien habe sich sein Team indes erneut gesteigert. Für das doppelte Gipfeltreffen mit Kassel sei es nun „hochmotiviert“ – am kommenden Sonntag (27. November, 18.30 Uhr) steigt Teil eins auswärts in der Eissporthalle am Auestadion, bevor am 2. Advent (4. Dezember, 18.15 Uhr) das Rückspiel in der hoffentlich wieder bestens besuchten Eissporthalle am Bruchweg ansteht. Besinnlich wird die Adventszeit sicher nicht.

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