Geduldsprobe bestanden

Geduldsprobe bestandenGeduldsprobe bestanden
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Das Gütesiegel „reibungsloser Ablauf“ verdiente sich das Duell auch in der Eissporthalle am Bruchweg nicht. Diesmal war jedoch nicht eine undurchsichtige Nebelwand schuld, sondern die Verspätung eines Schiedsrichters, der im Stau gestanden hatte. Erst mit einiger Verspätung konnte der Puck fallen. Es entwickelte sich folglich schon vor dem Eröffnungsbully eine Geduldsprobe – und die sollte sich im Spiel für die Mainzer noch verschärfen.

Fünfmal gingen sie in Führung, viermal hatte Frankfurt mehr oder weniger zügig die passende Antwort parat. Nach Gabriel Bianchis Eröffnungstreffer (4.) ließ das 1:1 keine zweieinhalb Minuten auf sich warten; Bastian Hitzelbergers 2:1 (7.) hatte immerhin viereinhalb Minuten Bestand; Stefan Eisenträgers 3:2 nahmen die Wölfe sogar mit in die Kabine, dafür rappelte es nach 25 Sekunden im zweiten Abschnitt umso schneller; und auch nach Dennis Sauers glattem Durchschuss bei Überzahl zum 4:3 (31.) biss sich die Eintracht vor der zweiten Pause zum 4:4 zurück (36.).

Im Schlussdurchgang machten die Wölfe indes kurzen Prozess. Von Eisenträgers zweitem Treffer zum 5:4 (43.) hatte sich Frankfurt noch nicht erholt, da schraubte Pavel Michalek die Führung 66 Sekunden später auf 6:4 (44.). Zum ersten Mal hatte Mainz zwei Tore zwischen sich und die Gäste gelegt. Dieser Puffer bedeutete die Entscheidung, welche Bastian Bergmann mit einem klasse Handgelenkschuss zum 7:4 manifestierte (51.).

Bei den ohnehin eng an der Grenze zur Unsportlichkeit balancierenden Gästen hatte sich Frust aufgestaut. Dieser entlud sich in einer Boxeinlage des zweifachen Torschützen Mikhail Boizov, der dafür seltsamerweise das gleiche Strafmaß erhielt wie sein „Opfer“ Gabriel Bianchi; beide erhielten eine Spieldauerdisziplinarstrafe (54.). „Hier hat mir das Fingerspitzengefühl der Schiedsrichter gefehlt, die die Partie ansonsten gut geleitet haben“, kommentierte Schott-Trainer Holger Pöritzsch. Er zeigte sich insgesamt hochzufrieden mit seiner durch die Ausfälle von Michael Horcicka und Patric Kaliszewski geschwächten Mannschaft. „Wir waren über 60 Minuten das bessere Team. Wir haben uns von der sehr aggressiven Spielweise der Eintracht nicht anstecken lassen und sind stets ruhig geblieben“, lobte Pöritzsch, der bereits die kommende Auswärtsaufgabe in Bad Nauheim im Kopf hat. Bei den Roten Teufeln müssen die Mainzer bereits am Donnerstag (19.30 Uhr) ran.

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