Füchse revanchieren sich gegen Hamm

EVD setzt sich gegen Neuss durchEVD setzt sich gegen Neuss durch
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Die Fans hatten schon bei Nils Liesegangs Führungstreffer gefeiert: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey!“ Czeslaw Panek war da noch zurückhaltend. „Nach Minuspunkten steht Essen immer noch vor uns. Wenn wir das auch geschafft haben, wenn wir wirklich Spitzenreiter sind, dann können wir uns richtig freuen“, sagte der Trainer des Regionalligisten EV Duisburg. Bereits jetzt konnte sich Panek über ein erneut gutes und ab dem zweiten Drittel starkes Spiel seiner Füche freuen, die den Tabellenvierten Lippe-Hockey Hamm mit 10:3 (2:2, 4:0, 4:1) besiegten und sich so für die Auftaktniederlage revanchierten.

Lange sah es allerdings nicht nach einem derart deutlichen Erfolg der Duisburger aus. Im Gegenteil. Die schnellen, agilen Hammer bereiteten den Gastgeber vor allem in den Person Milan Vanek, Jiri Svejda und Mirco Reinke arge Probleme. Ein Spaziergang schien das keinesfalls zu werden. Die Westfalen schienen zudem für ihre verunglückten Teamkameraden spielen zu wollen. Während sich Mark Jablonski und Patrick Schnieder bei einem Autounfall „nur“ ein Schleudertrauma zugezogen hatte, wurde Stefan Bresack am Freitag in Dortmund nach einer Halbwirbelverletzung in Dortmund operiert. So brachten Nils Liesegang, der insgesamt drei Tore erzielte und sein bis dahin bestes Spiel im EVD-Dress absolvierte, und Shannon McNevan die Füchse zwar zweimal in Führung, doch Milan Vanek traf jeweils zum Ausgleich. Und hätte Christian Lüttges nicht so gut gehalten, hätte Hamm gar in Führung gehen können. Pech hatte der EVD bereits in der vierten Minute, als Christopher Mauch nach einem Kniechek von Carten Plate mit Verdacht auf Innenbanddehnung ausschied. Glück für den Ex-Duisburger, dass sich Markus Krawinkel gegen die an sich fällige Spieldauerstrafe entschied.

„Im ersten Drittel gab es bei uns zwischen dem letzten Stürmer und den Verteidigern ein zu großes Loch, was Hamm ausgenutzt hat. Zudem haben wir zu wenig Druck gemacht“, so Panek. Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Außerdem schienen die vielen Strafzeiten dieser Phase die Konzentration der Füchse zu verbessern. So überstand Duisburg in der 30. Minute gar eine 83-sekündige 3:5-Unterzahl. Dabei wurde der EVD gar übermütig, fuhr einen Konter mit allen drei Spielern zu Ende. Beim Gegenangriff tauchte Jiri Svejda folgerichtig alleine vor Lüttges auf, der aber den möglichen 3:3-Ausgleich verhinderte. Danach zog der EVD an, erhöhte noch vor der zweiten Pause auf 6:2 und machte es vor 1600 Zuschauern 14 Sekunden vor dem Ende gar zweistellig.

„20 Minuten lang haben wir perfekt gespielt. Dann dachten wir, wir könnten mitspielen. Das war ein Fehler“, sagte Hamms Coach Andreas Pokorny – übrigens ebenfalls ein früherer EVD-Spieler.

Tore: 1:0 (5:37) Liesegang (Panek, Schöbel/5-4), 1:1 (7:48) Vanek (Svejda, Plate/5-4), 2:1 (12:58) McNevan (Liesegang, Panek), 2:2 (15:45) Vanek (Neubert, Reinke), 3:2 (25:13) Fritzmeier (Kujala, Hrstka), 4:2 (32:01) Liesegang (Schöbel, Panek), 5:2 (34:46) Schöbel (Liesegang, McNevan), 6:2 (38:31) Liesegang (McNevan, Schöbel), 7:2 (41:23) McNevan (Panek, Müller/5-4), 8:2 (46:04) Fritzmeier (Jäske, Kujala), 9:2 (54:01) Breitkreuz (Schafranski, Müller), 9:3 (54:23) Reinke (Svejda, Vanek), 10:3 (59:46) Kujala (Liesegang, Müller/4-5). Strafen: Duisburg 16, Hamm 10. Zuschauer: 1600. (the)