Füchse peilen den Titel an

EVD setzt sich gegen Neuss durchEVD setzt sich gegen Neuss durch
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Es war irgendwann gegen 6 Uhr morgens, als die Füchse aus Straubing zurückkehrten – in eine scheinbar leere Eissporthalle. Doch plötzlich ging das Licht an und Hunderte Fans, die ausgeharrt hatten, um das Team zu empfangen, feierten den Meister. Damals, 2005, wurde der EV Duisburg Meister der 2. Eishockey-Bundesliga und stieg in die DEL auf. Nun stehen die Füchse erneut in einem Play-off-Finale. „Nur“ in der Regionalliga, dafür aber gegen den Lieblingsgegner Moskitos Essen. Wie damals hat der Gegner im ersten Spiel – und damit auch im entscheidenden Spiel, wenn es eine dritte Partie geben sollte – Heimrecht. Daher sagt EVD-Trainer Czeslaw Panek: „Wir wollen den Titel unbedingt holen. Und am schönsten wäre es, wenn uns das in Duisburg gelingen würde.“

Dass diese Ansage nicht so leicht umzusetzen ist, wie die gleiche Vorgabe im Halbfinale gegen Rostock weiß auch Panek. „Essen ist mit Abstand der stärkste Gegner in dieser Saison“, so der EVD-Coach. Heute werden sich wohl knapp 1000 EVD-Fans auf dem Weg zum Westbahnhof machen, wenn das erste Spiel der Best-of-Three-Serie in Essen um 20 Uhr beginnt. Um die 3500 Fans erwarten die Moskitos; das gleiche wollen auch die Füchse am Sonntag erreichen, wenn um 18.30 Uhr Spiel zwei beginnt. Sollte es ein drittes Spiel geben müssen, geht es am Dienstag, 20 Uhr, endgültig um die Regionalliga-Meisterschaft.

„Das ist das Traumfinale. Besser kann es gar nicht sein“, freut sich auch EVD-Kapitän Franz Fritzmeier auf die Ruhr-Duelle mit den Moskitos. „Wir wollen auf jeden Fall in Essen vorlegen und denen nach der Niederlage in der Hauptrunde zeigen, dass sie uns eigentlich doch nicht schlagen können.“ Auf die Unterstützung durch die Fans freut sich Fritzmeier. „Sie waren in den bisherigen Partien gegen Essen sowieso die lauteren. In Duisburg muss das ein Hexenkessel werden. Wir werden alles geben. Und ich hoffe, dass die Fans uns nach vorne peitschen, egal wie es steht.“

Sechsmal standen sich beide Teams in dieser Saison schon gegenüber. Ob es da noch Überraschungen geben kann? „Insofern, dass wir diesmal sicher nicht jemandem die Hand geben würden, der schon auf dem Eis liegt“, sagt Panek – bildlich gesprochen, versteht sich. „Zweimal haben wir in der Meisterrunde klar geführt, zweimal ging es ins Penaltyschießen, das wir in Essen sogar verloren haben“, glaubt Panek an eine deutlich bessere Konzentration seines Teams in den anstehenden Endspielen.

Im Training spürt der Coach jedenfalls die nötige Einstellung. „Das ist Aggressivität in positivem Sinne“, so Panek. Eine Einstellung, die die Füchse schon im Halbfinale gezeigt hatten. Als sich die Rostocker Mitte des zweiten Drittels aufgaben, ließ der EVD nicht nach und bewies damit die richtige Play-off-Einstellung.

Bis auf den langzeitverletzten Christian Müller gehen die Füchse komplett in die Finalserie gegen Essen. Auch Shannon McNevan wird zur Verfügung stehen. Zwar ist er bis Saisonende Trainer des Oberligisten Herner EV, der aber im fünften Viertelfinalspiel gegen Klostersee „ersatzgecoacht“ wird. Beim letzten Mal hatte ihn der verletzte Marc Kosick vertreten.

In Essen sieht das anders aus. Ein Fragezeichen steht hinter Ex-Fuchs André Grein. Das gleiche gilt für Peter Kalinowski, der allerdings spielen wird. Marc Höveler fällt nach einem Rippenbruch, den er sich im Halbfinale gegen Braunlage zugezogen hatte, aus. Pierre Klein laboriert an einem Kreuzbandriss. (the)


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