Final-Wochenende gegen Herne

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das erste Finale seit 1999 (damals verlor man in der 2. Bundesliga in fünf Spielen gegen Essen) steht den Roten Teufeln Bad Nauheim und ihren Fans am kommenden Wochenende ins Haus, wenn man gegen die bislang noch ungeschlagenen Herner Blizzards im Rahmen der Oberliga-Aufstiegsrunde antritt. Zunächst gastieren die Ruhrstädter am Freitag ab 19.30 Uhr im Bad Nauheimer Colonel-Knight-Stadion, am Sonntag kommt es dann im Eisstadion am Gysenberg zum Rückspiel (Beginn 18:30 Uhr).

„Herne ist fällig“, lautet der Tenor im Team von Michael Eckert nach dem überzeugenden 7:3-Auswärtserfolg im Halbfinalrückspiel beim Neusser EV. „Jetzt sind wir so weit gekommen, nun wollen wir natürlich auch den Titel“, sagt Kapitän Bernhard Naulin. Bereits in den beiden Punktspielen gegen den Favoriten war man zwei Mal knapp an der Überraschung dran, zuhause führte man zweifach, ehe man am Ende im letzten Drittel das Match noch verlor, und im Rückspiel unterlag man nur knapp im Penaltyschießen. Allerdings sind die Herner noch ungeschlagen: nach 42 Spielen stehen 42 Siege zu Buche, lediglich dreimal musste das Team von Trainer Peter Franke ins Penaltyschießen, die man allesamt gewann. Im Halbfinale machten es die Blizzards ähnlich spannend wie die Roten Teufel, als man in Hügelsheim nur ein Tor vorlegen konnte, um dann im Rückspiel einen deutlichen Sieg einzufahren. Bitter für die HEG ist jedoch, dass der zweitbeste Scorer Shannon McNevan im Hinspiel am Freitag gesperrt sein wird, nachdem der Kanadier am Sonntag eine Spieldauerstrafe erhielt und somit eine Partie aussetzen muss.

Bei den Hessen werden zum Saisonhöhepunkt alle Mann wieder an Bord sein, nachdem auch Verteidiger Pascal Jeßberger ins Team zurückkehren wird. Somit kann Michael Eckert wieder auf drei Abwehrblöcke zurückgreifen, was in beiden Spielen gegen Neuss nicht möglich war. Dennoch hat die Defensive vor allem beim Gastspiel im Rheinland überzeugen können, und dies dürfte auch der Schlüssel zum Erfolg gegen die Blizzards sein. Im Punktheimspiel gegen die HEG stand diese 40 Minuten lang sicher, und dementsprechend stand auch das Spielergebnis zu Buche. Hügelsheim hat es hierbei vorgemacht, denn nach vorne ist durchaus etwas möglich gegen den Favoriten, bei dem es noch nicht sicher ist, ob man überhaupt aufsteigen darf. Auf der ESBG-Tagung am vergangenen Montag wurde deutlich gemacht, dass das laufende Insolvenzverfahren gegen den Stammverein der Blizzards ein Problem darstellt, ebenso hat man Bedenken aufgrund der Gesellschaftsform der Limited. Zumindest das Letztere will man am Gysenberg kurzfristig mit Gründung einer GmbH in den Griff bekommen, so dass man die nächsten Tage abwarten muss, wie sich die Dinge entwicklen. Zumindest sportlich wollen die Blizzards mit dem Meistertitel keine Zweifel aufkommen lassen. Das haben sich aber auch die Roten Teufel vorgenommen.


📺 Deinen Lieblingssport ohne Abo streamen 👍 Eishockey, Football, Handball, Volleyball und 70 weitere Sportarten auf Sportdeutschland.TV
Jetzt die Hockeyweb-App laden!