EVD nahm den Kampf erst spät an

EVD setzt sich gegen Neuss durchEVD setzt sich gegen Neuss durch
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Ein gutes Drittel gegen Essen, dann zwei weniger gute. Gegen die zweite Mannschaft der Düsseldorfer EG Metro Stars machte es der EV Duisburg anders herum. Zwei schlechten Abschnitten ließen die Füchse ein Drittel folgen, in denen sie endlich wieder effektiv agierten und vor allem die Zweikämpfe annahmen – was sie gegen Essen und zunächst auch gegen völlig übermotivierte Düsseldorfer nicht taten. „Wir müssen hart spielen. Und wir hätten heute noch härter spielen müssen“, sagte DEG-Trainer Henrik Hölscher nach dem Spiel bei der Pressekonferenz in der Duisburger VIP-Halle – und kassierte dafür erstauntes Raunen. „Natürlich fair, aber eben hart“, schränkte er ein. Dass Hölscher das genauso gemeint hat, daran zweifelt keiner. Nur seine Spieler machten diesen Unterschied am Sonntagabend nicht immer. Leidtragender war Christopher Mauch, der bei einem vom schwachen Schiedsrichter Tony Engelmann nicht geahndeten Ellbogencheck einen Schneidezahn einbüßte.

Die Partie gewann der EVD letztlich mit 7:4 (2:3, 1:0, 4:1). Dennoch war Czeslaw Panek nicht rundherum zurfrieden. „Wir haben 40 Minuten lang nicht mitgemacht“, schimpfte der EVD-Trainer. Die Düsseldorfer hatten sich offenbar vorgenommen, sich für die 0:10-Pleite im Heimspiel zu revanchieren. Die Gastgeber gingen zwar durch Artur Tegkaev in Führung, doch die DEG kaufte den Füchsen zunächst den Schneid ab. Dem 1:1 durch Diego Hofland (14.) ließ Felix Schümann die Führung folgen (16.). 34 Sekunden später traf Tegkaev zum 2:2, doch wieder dauerte es nur 17 Sekunden, ehe David Bromé das 3:2 für Düsseldorfs Reserve besorgte.

Besser wurde es auch im zweiten Drittel für den EVD lange Zeit nicht. Die Duisburger ließen viele Chancen liegen – auch Franz Fritzmeier in der Schlussphase des Abschnitts, doch der dritte Versuch in kurzer Zeit landete schließlich zum 3:3 im Kasten. Nur 22 Sekunden nach Beginn der letzten 20 Minute legte er zudem das 4:3 nach. Das 5:3 von Mats Schöbel nahm der DEG bereits den Wind aus den Segeln (44.). In der Schlussphase erhöhten Janne Kujala (57.) und Michael Hrstka (59.) auf 7:3, ehe Marvin Moch einen Abspielfehle zum vierten Düsseldorfer Tor nutzte. Die Gastgeber waren nun die klar bessere Mannschaft, weil sie es auch im Körperspiel „rappeln“ ließen. Schade nur, dass Engelmann mit der Partie überhaupt nicht zurecht kam.

Tore: 1:0 (7:27) Tegkaev (Liesegang, Schöbel), 1:1 (13:36) Hofland (Bromé, Lahmer), 1:2 (15:36) Schümann (Preibisch), 2:2 (16:10) Tegkaev (Gogulla, Liesegang), 2:3 (16:27) Bromé (Thorsten Gries), 3:3 (38:57) Fritzmeier (Jäske), 4:3 (40:22) Fritzmeier (Jäske, Kujala), 5:3 (43:25) Schöbel (Liesegang), 6:3 (56:03) Kujala (Fritzmeier, Engel), 7:3 (58:34) Hrstka (Kujala, Fritzmeier/5-3), 7:4 (58:48) Moch. Strafen: Duisburg 20 + 10 (Jäske) + 10 (Bovenschen), Düsseldorf 16. Zuschauer: 789. (the)

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