EVD erreicht nach ruppigem Spiel das Halbfinale

EVD setzt sich gegen Neuss durchEVD setzt sich gegen Neuss durch
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Gästetrainer werden in der Duisburger VIP-Halle neben dem Eisstadion im Regelfall sehr freundlich behandelt. Als jedoch Christof Kreuzer und Henrik Hölscher am frühen Sonntagabend zum Mikrofon griffen, gellten ihnen Pfiffe entgegen. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, weil sie mit Leidenschaft gespielt hat. Ab und zu war es zu hart“, beschrieb Hölscher den Auftritt der Düsseldorfer EG II im Play-off-Rückspiel der ersten Runde beim EV Duisburg. So könnte man es angesichts von 96 Strafminuten gegen sein Team – darunter eine Spieldauer- und eine Matchstrafe – auch nennen. Die Düsseldorfer Strafen passten nicht einmal auf einen Spielberichtsbogen, eine zweite Seite wurde notwendig. Eine andere Beschreibung wäre wohl: Übermotiviert und gesteigert unfair.

Immer wieder musste vor allem Miikka Jäske ordentlich einstecken. Als Spiel und Serie in der 57. Minute entschieden waren, sprang zur „Krönung“ der Unsportlichkeit der Düsseldorfer Roberto Maiellaro auf den Finnen und fing an, auf ihn einzuprügeln – was Jäske geschehen ließ, um keine Spieldauerstrafe für die nächste Runde zu riskieren, die die Füchse durch ein 3:2 (0:1, 0:1, 3:0) erreichten.

Sportlich war der EVD nur im letzten Drittel präsent und hätte sich zuvor beinahe aus dem Wettbewerb befördert. Nach dem 4:1-Hinspielsieg gerieten die Duisburg in den ersten beiden Dritteln mit 0:2 in Rückstand. Nur ein Tor hätte der DEG noch zum Erreichen eines Penaltyschießens gefehlt. Ein Doppelschlag in der 43. Minute brachte die Wende, die Alexander Engel mit dem 1:2 einleitete, nachdem er in beiden Spielen vor allem durch Fehlpässe aufgefallen war. Bei diesem Treffer bereitete Jäske übrigens zum 100. Mal (!) in dieser Saison einen Treffer vor. Mats Schöbel und Haiko Hirsch machten den Sieg perfekt. Wieder einmal war Christian Lüttges ein Erfolgsgarant. So parierte er in der 52. Minute auch einen Penalty gegen Alexander Preibisch.

Ab Freitag geht es im Play-off-Halbfinale gegen Nordmeister Rostocker Piranhas weiter. Zum der Best-of-Three-Serie nach Norden; am Sonntag folgt das Heimspiel an der Wedau.

Tore: 0:1 (12:29) Maj (Lahmer/5-4), 0:2 (36:56) Maiellaro (Lahmer/5-3), 1:2 (42:21) Engel (Jäske, Kujala/5-4), 2:2 (42:54) Schöbel, 3:2 (50:02) Hirsch (Breitkreuz, Liesegang). Strafen: Duisburg 16, Düsseldorf 36 + 10 (Gries) + 5 + Spieldauer (Woidtke) + Matchstrafe (Maiellaro). Zuschauer: 1038. (the)


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