Es war deutlich mehr drinEintracht Frankfurt

Es war deutlich mehr drinEs war deutlich mehr drin
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Wieder ohne zehn Stammspieler angetreten, glaubte wohl kaum einer der Adlerträger am Dienstagnachmittag ernsthaft, dass beim großen Favoriten in der Wetterau etwas zu holen sei, aber bereits die Niederlage am Sonntag in Lauterbach zeigte, dass die Eintracht auch ohne Schlüsselspieler ein ernst zu nehmender Gegner darstellt und dass sie auch läuferisch und spielerisch überlegenen Gegnern alles abverlangen kann. Zunächst sah es aber nach einer klaren Angelegenheit für die Kurstädter aus: Nach zwölf Minuten führten die Teufel bereits 3:0, nach dem Anschlusstreffer von Jan-Hendrik Ganß zum 1:3 antworteten die Wetterauer umgehend und stellten den Drei-Tore-Abstand wieder her. Lars Schlieker verkürzte aber erneut und so ging es mit einem 2:4 aus Sicht der SGE in die erste Pause.

Die Ansprache von Coach Roger Nicholas war deutlich, denn die Adlerträger kamen wie verwandelt aus der Kabine und so waren es der starke Johannes Brähler zum 3:4 und Kapitän Stefan Schubert zum 4:4, die das Spiel innerhalb von fünf Minuten wieder „auf Null“ stellten. Nauheim wußte aber eine Antwort und kam durch einen Doppelschlag von Prada innerhalb von einer Minute wieder zu einer 2-Tore-Führung. Die Eintracht bewies aber einmal mehr große Moral und erneut war es Jo Brähler, der verkürzen konnte. So ging es mit einem knappen 5:6 in die zweite Pause.

Im letzten Abschnitt wurde das Spiel immer hektischer, wozu auch die unsicheren Referees beitrugen, die aber zum Glück keine Mannschaft grob benachteiligten, sondern einfach nur die Übersicht verloren und teilweise sehr fragwürdige Entscheidungen trafen. Die Eintracht spielte desöfteren in Überzahl, konnte aber trotz insgesamt 30 Strafminuten gegen Bad Nauheim kein einziges Tor in numerischer Überlegenheit erzielen, was an diesem Abend wohl der Knackpunkt war. Die Nauheimer, bei denen es vor Erfahrung und Ex-Profis nur so wimmelte, waren letztlich abgebrühter und auch zweimal mit der Glücksgöttin Fortuna im Bunde, die Schüsse der Eintracht-Spieler an das Torgestänge lenkte. So kam es wie es kommen musste, und wie es eigentlich immer ist: trifft man vorne nicht, dann wird man hinten bestraft, Nauheim nutzte seine Konterchancen und erhöhte in der 53. Minute auf 7:5 und eine Minute vor Schluss auf 8:5 und ging daher als Sieger vom Eis.

Was wäre gewesen, wenn man den einen oder anderen Stammspieler mehr mit dabei gehabt hätte, oder wenn einer der Pfostenschüsse den Weg ins Tor gefunden hätte? Aber das Leben ist kein Konjunktiv. Fakt ist, dass die zum Teil sehr junge Eintracht-Mannschaft auch an diesem Abend wieder einmal eine tolle Moral gezeigt hat und nach einem Rückstand zurückgekommen ist, Fakt ist aber leider auch, dass man erneut mit leeren Händen den Weg nach Hause antreten musste. Dies kann man in einer Woche ändern, nach einem spielfreien Wochenende ist man erneut unter der Woche gefordert, dieses mal am kommenden Mittwoch um 20.30 Uhr bei den Ice Tigers in Wiesbaden. Dann sollen endlich die ersten Punkte der Endrunde eingefahren werden.


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