Erster Saisonsieg der Grafschafter

Fiasko am SaisonendeFiasko am Saisonende
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Erinnern Sie sich? Vor zwei Wochen beendeten die abgeschlagenen Black Devils Niederrhein („bürgerlicher“ Name GSC Moers) die Punktrunde der Regionalliga NRW mit einem Torverhältnis von 43:314. Das bedeutet im Klartext, dass jedes Match im Schnitt mit 2:14 verloren wurde. Den Ausstieg hatte man den Grafschaftern schon mehrmals während der laufenden Saison prophezeit, doch Boss Oliver Jöbkes, der, wenn es darauf ankam, selbst die Schlittschuhe schnürte und sich auf den Spielberichtsbogen setzen ließ, bewies neben einer gesunden Portion Sturheit das nötige Durchhaltevermögen.

Heute würden die Bemühungen von Jöbkes & Co. belohnt, denn zum erstenmal in der Saison verließen die gar nicht mehr so teuflischen Teufel als Sieger das Eis. 3:2 (1:0, 1:0, 0:2, 1:0) nach Penaltyschießen hieß es am Ende gegen den Königsborner JEC in der vor einer Woche begonnenen Qualifkationsrunde zur Regionalliga NRW. Beinahe hätte es gar zu einem Dreier gereicht, denn bis weit ins letzte Drittel hinein stand es, vor allen Dingen dank der ausgezeichneten Leistung von Torwart Dominik Bartels, 2:0 für die Niederrheiner. Doch ganze 63 Sekunden vor Schluss war der Youngster (Jahrgang 1990) zum zweiten Mal geschlagen, wuchs aber im Penaltyschießen erneut über sich hinaus.

Ob es in der nächsten Saison weitergeht? Jöbkes zuckt die Schultern. „Wenn auch in Zukunft meine Geschäfte genug abwerfen, mache ich weiter. Dass wir mit Geld anderweitig unterstützt werden, habe ich mir längst abgeschminkt. Ich könnte für ganz Afrika Orangensaft bekommen, doch keine 250 Euro in bar“, führt er drastisch aus. Und die Zuschauer? Jöbkes ist sicher, dass sie auch in Zukunft ausbleiben werden. „Moers kann sogar Deutscher Meister werden. Dann wäre die Halle immer noch nicht voll“, zuckt er die Schultern, verschwindet, weil er sich um Isolierband für die Mannschaft kümmern muss.