Erst Frankfurt, dann Essen

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Zwei völlig verschiedene Aufgaben warten am kommenden Wochenende auf die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen. Mit den Young Lions Frankfurt begrüßt der Neusser EV um 20 Uhr am Freitagabend den Stammverein des DEL-Teams aus der Main-Metropole im Neusser Südpark. Nach dem Rückzug des RSC Darmstadt gehen die Frankfurter als einziger hessischer Regionalligist im Westen der Republik an den Start, dem man sich der größeren sportlichen Herausforderung wegen anschloss. Erwartungsgemäß hat die junge Mannschaft gegen die NRW-Teams die Außenseiterrolle inne, als „Kanonenfutter“ dient der Tabellenletzte jedoch dabei nicht.

Bereits in der vergangenen Saison traten die Young Lions als hessischer Vizemeister in der Aufstiegsrunde zur Oberliga an, in der man gegen die hochkarätige Konkurrenz Lehrgeld zahlte. Die Tatsache, dass man den Lokalrivalen aus Darmstadt hinter sich lassen konnte, und die Erfahrungen, die man gegen die zahlreichen (Halb-)Profis in Reihen der Gegner sammelte, sorgten jedoch für ein positives Fazit. Da die neuen Gesellschafter des DEL-Teams die Unterstützung für den Stammverein erheblich erhöhten, war frühzeitig klar, dass man in der aktuellen Saison von Anfang an die Herausforderung im Westen der Republik suchen würde.

Unter völlig anderen Vorzeichen findet zwei Tage später das Neusser Gastspiel bei den Moskitos Essen statt. Schon vor der Saison galten die Ruhrgebietler aufgrund hochkarätiger Neuzugänge als einer der beiden Top-Favoriten auf die Meisterschaft, dieser Rolle werden sie als aktueller Tabellenzweiter gerecht. Namen wie Benedikt Kastner, Christian Kohmann, André Grein, Antti-Jussi Miettinen und Frank Petrozza - um nur einige zu nennen - lassen nicht nur die eigenen Anhänger mit der Zunge schnalzen und sind im deutschen Profi-Eishockey ein Begriff. Unter der Führung dieser Routiniers bestätigen auch die jungen Spieler in Reihen der Moskitos ihre im Vorjahr gezeigten Leistungen, so dass es eine schwierige Aufgabe ist, in deren Kader Schwachstellen auszumachen. Aufgrund der ungleichen Verhältnisse war es schon eher überraschend, dass der NEV das Hinspiel lange offen gestalten konnte und erst im Schlussdrittel auf die Verliererstraße geriet. Ob die Neusser auch bei der Revanche auf Augenhöhe agieren können, wird sich am Sonntag (18:30 Uhr) am Essener Westbahnhof zeigen.