Erst ein Sieg, dann eine Niederlage

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Auch im sechsten Spiel der Endrunde hielt die Neusser Serie: Auf einen Sieg folgt stets eine Niederlage. Gegen eine ersatzgeschwächte Düsseldorfer EG II lieferte der Neusser EV eine enttäuschende Vorstellung ab und unterlag mit 2:6 (1:2, 1:3, 0:1).

Vor der Partie gab es auf Neusser Seite durchaus Grund zum Optimismus. Zwar fehlten Sebastian Bongartz und Boris Fuchs, noch deutlich härter traf es aber die Gäste, die auf zahlreiche Leistungsträger verzichten mussten und mit einer sehr jungen Mannschaft antraten. Dennoch hatten die Düsseldorfer in der wenig ansehnlichen Anfangsphase der Partie leichte Vorteile und gingen nicht unverdient durch Nils Dugain in Führung (6.). Der NEV fand nur langsam in die Partie, kam aber durch Christian Schlesigers schöne Einzelleistung nach zehn Minuten zum Ausgleich. Auch in der Folgezeit plätscherte die Partie auf eher mäßigem Niveau vor sich hin, durch ein Tor von Alexander Preibisch gingen die Landeshauptstädter mit einem knappen Vorsprung in die erste Pause.

Aus dieser kehrten die Neusser vorzeitig zurück und schienen sich einiges vorgenommen zu haben. Umsetzen ließen sich die Planungen jedoch leider nicht, denn der NEV offenbarte offensiv wie defensiv einige Mängel, während die DEG nun zielstrebiger agierte. Kurios dabei das Geschehen in der 28. Spielminute, als innerhalb von nur 29 Sekunden gleich drei Tore fielen. Das 2:4 durch Düsseldorfs Marvin Moch sorgte dabei für einige Diskussionen, da es mit dem Schlittschuh erzielt worden war, Schiedsrichter Martin Prudlo hatte jedoch keine Kick-Bewegung gesehen und den Treffer deshalb anerkannt. Als Prudlo kurz darauf auch noch bei einem Foul an Christian Schlesiger einen möglichen Penalty verweigerte, zog er sich erneut den Zorn der Neusser zu. Obwohl sich die Entscheidungen sicher nicht positiv auf die Moral der Neusser auswirkten, waren sie dennoch nicht für den Ausgang der Partie Ausschlag gebend. Mit zu wenig Durchschlagskraft agierten die Gastgeber, die im Anschluss an das 2:5 durch Dustin Demuth selbst eine fünfminütige Überzahl ungenutzt verstreichen ließen.

Auch wenn man zu Beginn des letzten Drittels noch einmal die Offensivbemühungen verstärkte, konnten die sicher stehenden Düsseldorfer nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis gebracht werden. Spätestens, als Robin Arnold eine Neusser Strafzeit zum sechsten Treffer nutzte, war die Partie zugunsten der Rot-Gelben entschieden (52.). Bleibt nur die Hoffnung, dass sich der NEV in den folgenden Partien gegen die Spitzenteams wieder seiner Stärken besinnt, denn sonst könnte es ein böses Erwachen geben.

Tore: 0:1 (5:08) Dugain (Verelst, Dunkel), 1:1 (9:42) Schlesiger (Ernst, Kozhevnikov), 1:2 (16:01) Preibisch (Moch, Schümann), 1:3 (27:18) Werth (Pfennings), 2:3 (27:25) Oltmanns (H. Schrills, Jasik), 2:4 (27:47) Moch Preibisch, Hrstka), 2:5 (34:03) Demuth (Verelst, Hrstka), 2:6 (51:36) Arnold (Werth/5-4). Strafen: Neuss 10 + 10 (Jasik), Düsseldorf 8 + 10 (Schümann) + 5 + Spieldauer (Hrstka). Zuschauer: 203.

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