Eröffnungsdrittel glatt verschlafenDinslakener Kobras

Lesedauer: ca. 1 Minute

Die Kobras hatten im ersten Drittel weder eine geeignete Einstellung zum Gegner noch zum Spiel gefunden. Zuordnungen und taktische Disziplin waren zu diesem Zeitpunkt Fehlanzeige. Trainer Tsvetkov sah sich genötigt, die ihm zustehende Auszeit bereits in der sechsten Spielminute zu beantragen, um die Seinen neu einzustellen. Zu diesem Zeitpunkt führten die Schlittenhunde bereits mit 3:0. Doch die ihm zustehenden 30 Sekunden reichten nicht aus, um sein Team wieder auf Normalniveau zurückzuführen. Dementsprechend mussten die Dinslakener noch vor der ersten Pausensirene den vierten Treffer hinnehmen.

In der Drittelpause konnte der Dinslakener Eishockeylehrer seine Korrekturen zu Ende führen und die Kobras zeigten sich von Minute zu Minute verbessert. Jetzt waren auch die Niederrheiner im Spiel angekommen. Auch wenn man sich zunächst den fünften Gegentreffer einfing, begann das Spiel langsam zugunsten des Teams um Kapitän Haßelberg zu kippen. Denn dieser ging nun mit guten Beispiel voran und brachte seine Farben in der 31. Minute erstmalig auf die Anzeigetafel. Mit dem Spielstand von 5:1 für die Hessen ging es nach 40 Spielminuten zum zweiten Pausentee.

Im Schlussabschnitt versuchten dann die Gäste noch einmal alles, das Ruder herumzureißen. Zunächst erfolgreich, denn der Spieler der letzten Saison verkürzte mit seinem zweiten Treffer in der 48. Minute auf 5:2. Allerdings hielt dieser Drei-Tore-Abstand gerade einmal zehn Sekunden, dann konnten die Hessen mit ihrem sechsten Erfolg die alte Differenz wieder herstellen. Noch gaben sich die Dinslakener nicht geschlagen und versuchten alles, um das verschlafene Eröffnungsdrittel wieder wettzumachen. Und nachdem Dominick Spazier in der 51. und 52. Minute mit einem Doppelpack das Ergebnis auf 6:4 verbesserte, keimte noch einmal Hoffnung bei den mitgereisten Fans auf. „Sekt oder Selters“ lautete dann die Devise kurz vor Ende der Partie und Coach Tsvetkov opferte seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers.  Doch der Schuss ging nach hinten los. 66 Sekunden vor Schluss trafen die Gastgeber mit ihrem siebten Treffer nicht nur ins verwaiste Tor, sonder auch ins Mark der Kobras und allen, die es an diesem Abend mit ihnen hielten.

Einen weiteren Wermutstropfen mussten die Gäste durch die Tatsache, dass Kobra-Neuzugang und Verteidiger Marvin Linse den Dinslakenern beim nächsten Spiel in Neuwied  aufgrund einer Spieldauerdisziplinarstrafe fehlen wird, hinnehmen. Er äußerte seinen Unmut nach Meinung des Hauptschiedsrichters in der 54. Spielminute zu vehement und wurde daraufhin vorzeitig unter die Dusche geschickt.