Erneute Niederlage gegen Angstgegner Netphen

Erneute Niederlage gegen Angstgegner Netphen Erneute Niederlage gegen Angstgegner Netphen
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Ein verkehrtes Bild bot sich den Zuschauern in Herford schon im ersten Drittel. Nur auf die defensive bedacht, wirkten die Ice Dragons nervös, ließen sich immer wieder von den Gästen hinten rein drängen, offensiv kam nichts. Doch mitten in den Druck der Gastgeber lief dann ein Konter über Jan-Niklas Linnenbrügger, der den mitlaufenden Lucas Klein bediente. Und der wiederum stocherte die Scheibe in Bedrängnis an Henrik Sirringhaus im Netphener Tor vorbei. Gut sieben Minuten waren gespielt, es war der erste Herforder Torschuss und die Ice Dragons führten glücklich. So lief das Spiel weiter auf das von Lars Morawitz gut gehütete Tor. In der 18. Minute dann schickte Florian Kiel Adrian Saul auf die Reise, der ließ sich nicht zweimal bitten und erhöhte auf 2:0. Die defensive Ausrichtung schien zu funktionieren. Nach diesem 2:0 jedoch ging die Ordnung verloren, die Gastgeber versuchten offensiver zu spielen und spielten damit den Gästen in die Karten. Zwei schnelle und präzise Konter in der 19. und 20. Minute und es stand 2:2 durch Tore von Tim Linke und Andre Bruch.

Im zweiten Drittel verließen die Ice Dragons ihre Marschroute dann ganz, wollten unbedingt Druck aufbauen. Durch die jedoch ungenauen Pässe liefen sie ins offene Messer, wurden eiskalt ausgekontert. So stand es nach 32 Minuten dann 2:4, Falk Elzner und Philip Brozé hatten die Tore geschossen. Zwar kamen die Gastgeber kurz vor der Pause nochmal durch ein Tor von Josh Piro, der eine Vorlage von Patrick Preuße und André Schäfer verwerten konnte, auf 3:4 heran, aber irgendwie hatte man nicht das Gefühl, das Spiel noch drehen zu können.

Das bewahrheitete sich im letzten Drittel. Immer wieder rannten sich die Ice Dragons fest. Dann die 46. Minute. Nach einem Zweikampf an der Bande blieb der Netphener Philip Brozé verletzt am Boden liegen, der Schiedsrichter zeigte jedoch keine Strafe an, reagierte nicht auf die Verletzung und ließ das Spiel weiterlaufen, während die Ice Dragons in Puckbesitz waren. 90 Sekunden später wurde Josh Piro unfair von den Beinen geholt und das Schirigespann pfiff ab. Wer jetzt allerdings eine Strafe gegen die Gäste erwartete, sah sich getäuscht. Nach kurzer Beratung der Schiedsrichter untereinander wurde Michael Reim zum Duschen geschickt, das Foul an Piro wurde nicht geahndet. Die folgende fünfminütige Überzahl nutzten die Gäste zu drei weiteren Toren durch Bruch, Kousek und Linke, den 3:8-Endstand erzielte Philip Brozé kurz vor Schluss durch einen Konter.

Tore: 0:1 (8.) Klein (Linnenbrügger), 0:2 (18.) Saul (Kiel), 1:2 (19.) Linke (Andre Bruch, Florian Fischbach), 2:2 (20.) Andre Bruch (Elzner), 3:2 (25.) Elzner, 4:2 (34.) Brozé (Andre Bruch, Linke), 4:3 (39.) Piro (Preuße, Schäfer), 5:3 (48.) Andre Bruch (Elzner, Kousek/5-3), 6:3 (49.) Kousek (Linke/5-4), 7:3 (51.) Linke (Andre Bruch, Brozé/5-4), 8:3 (60.) Brozé (Andre Bruch, Kousek). Strafen: Netphen 4, Herford 10 + 5 + Spieldauer (Reim). Zuschauer: 586.

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