Erfolgsserie soll ausgebaut werden

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Die Harzer Wölfe sind auf dem Weg zum Vorrunden-Titel in der Regionalliga Nord praktisch nicht mehr zu stoppen. Bereits an diesem Wochenende könnte der ESC den ersten Platz endgültig festmachen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg am Freitag im Heimspiel gegen die Pferdeturm Towers aus Hannover, Beginn im Braunlager Wurmbergstadion ist um 20 Uhr. Lässt der Verfolger aus Timmendorf gleichzeitig im Derby beim Adendorfer EC Punkte, ist den Wölfen die Vorrunden-Meisterschaft nicht mehr zu nehmen.

Die Freitags-Hürde dürfte aber bei weitem nicht so einfach zu überspringen sein wie noch beim letzten Gastspiel der Pferdeturm Towers im Harz. Vor zwei Wochen siegten die Wölfe souverän mit 10:2, allerdings mussten die Hannoveraner dort auf einige Spieler verzichten. So stand Goalie Stephan Miskovic nicht zur Verfügung, auch die starken Nachwuchsspieler aus der ECH-Jugend konnten wegen eines eigenen Spiels nicht mitwirken. Dies wird am Freitag anders sein. Gradmesser für den ESC ist daher eher der knappe 3:1-Auswärtserfolg gegen die Towers beim ersten Aufeinandertreffen.

Die Hannoveraner stecken mitten im heißen Kampf um den begehrten vierten Platz, der zur Teilnahme an der Meisterrunde berechtigt. Entsprechend motiviert dürfte die Mannschaft am Freitag in Braunlage auflaufen. Am vergangenen Wochenende sammelte das Team von Spielertrainer Ronny Schubert beim 5:4-Penaltysieg in Langenhagen wichtige Big Points und liegt nun wieder sechs Punkte vor dem Adendorfer EC.

Das Gerüst der Towers bilden einige ehemalige Spieler der Hannover Indians. Neben Torwart Miskovic und Schubert sind dies auch der Verteidiger Marco Spors sowie die Stürmer Sven Hoppe und Klaas Feser. Besonders auf Hoppe (14 Tore) und Feser (14 Tore) sollte die Wölfe-Abwehr ein Auge haben, zählen sie doch zu den treffsichersten Angreifern der Liga. Als Bereicherung stellte sich zudem Lliam Webster heraus, der Eishockey-Exot stammt aus Australien. Auf höherklassige Erfahrung kann zudem Armin Finkel verweisen, der vergangene Saison für Rostock in der Oberliga verteidigte.

Auf Seiten der Wölfe kann Trainer Bernd Wohlman wohl auf den erfolgreichen Kader der vergangenen Wochen bauen. Einzig Andreas Bippus ist weiterhin zum Zusehen gezwungen. Der quirlige Stürmer hatte sich im Spiel gegen Adendorf Ende Dezember eine Knieverletzung zugezogen, glücklicherweise ist der Meniskus aber nicht betroffen. Trotzdem dürfte es mit dem Comeback noch bis Mitte Februar dauern.

Eine durchaus interessante Neuverpflichtung gelang derweil den Timmendorfer Beach Boys. US-Goalie Wyatt Russell verstärkt den Kader der Schleswig-Holsteiner. Hohe Wellen schlug dies aber weniger wegen der sportlichen Seite, der 22-Jährige war zuletzt in der US-College-Liga aktiv, sondern wegen der Eltern des Torwarts. Er ist der Sohn der Hollywood-Stars Goldie Hawn und Kurt Russell, ein Umstand, der von der Presse dankend aufgenommen und verwertet wurde.