Emotionsgeladener Vorrunden-Abschluss

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Eigentlich ging es in der Partie zwischen den Harzer Wölfen und dem Adendorfer EC um nichts weiter als die Ehre. Beide Teams sind bereits für die Meisterrunde der Regionalliga Nordost qualifiziert, die Wölfe haben den Vorrundentitel in der Nord-Staffel sicher, Adendorf den Vize-Titel. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, lieferten sich beide Mannschaften ein hitziges Gefecht. Am Ende standen ein 9:4 (2:2, 4:1, 3:1)-Sieg der Wölfe sowie 165 Strafminuten gegen beide Teams zu Buche.

Von Beginn an wurde den rund 1500 Zuschauern einiges an Härte und Tempo geboten. Die Wölfe hatten zunächst die besseren Chancen, ein gut aufgelegter Jan-Philip Fiege im Adendorfer Tor verhinderte aber mehrmals den 100. Saisontreffer der Harzer. Als dann in der 14. Minute endlich ein Tor fiel, war zwar ein Harzer maßgeblich beteiligt, freilich aber anders als geplant. Bei einem Rettungsversuch fälschte Stephan Hiendlmeyer einen Querpass unglücklich in das eigene Tor ab. Doch die Wölfe konterten und Marc Garthe brach auf der Gegenseite den Bann (17.). Kurze Zeit lag der Puck allerdings wieder im von Mario D’Antuono gehüteten Wölfe-Kasten. Und wieder war ein Harzer zuletzt an der Scheibe gewesen, diesmal war Sven Eichler der Pechvogel (19.). Nur gut, dass Garthe gewohnt treffsicher aufspielte und noch vor der Drittelpause den 2:2-Ausgleich erzielte.

Im zweiten Drittel nahm die Partie nochmals an Härte zu. Vorentscheidend war schließlich eine Spieldauerstrafe gegen Adendorfs Denny Böttger, der den am Boden liegenden Bruno Kähm mit Schlägen eindeckte. In der anschließenden Überzahl markierte Peter Westerkamp sowohl das 3:2 (28.) als auch das 4:2 (29.), nur um wenig später nach einem kräftigen Aufwärtshaken ebenfalls mit einer Spieldauerstrafe belegt zu werden. Zu allem Überfluss handelte sich Florian Pedevilla noch seine zweite Zehn-Minuten-Strafe des Spiels ein, gleichbedeutend mit einer Spieldauerstrafe. Den Offensivbemühungen der Harzer tat dies aber keinen Abbruch. Andreas Bippus mit einem sehenswerten Tip-In erhöhte auf 5:2 (34.), ehe der Auftritt von Christian Schock folgte. In doppelter Unterzahl schnappte er sich im eigenen Drittel den Puck, zog auf und davon und nagelte die Hartgummischeibe in den rechten Torwinkel (35.). Matthias Hofmann konnte für die Gäste noch verkürzen (37.), ehe es nach hitzigen 20 Minuten in die zweite Pause ging.

Auch im Schlussabschnitt hatten sich die Gemüter noch nicht beruhigt und es herrschte weiter reger Betrieb auf der Strafbank. Einer behielt jedoch seinen kühlen Kopf und antwortete mit Toren: Stefan Bilstein traf gleich dreimal ins Schwarze (46., 56. und 57.) und sorgte so im Alleingang für die Entscheidung. Unterbrochen wurde der Flügelflitzer beim Tore schießen nur von Adendorfs Leif Buckup, der zum zwischenzeitlichen 7:4 verkürzte (52.). Spannung kam zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr auf, auch weil sich die Gäste durch eine Spieldauerstrafe gegen Matthias Hofmann zusätzlich schwächten.

Tore: 0:1 (13:51) Böttger (5-4), 1:1 (16:52) Garthe (Westerkamp), 1:2 (18:34) Böttger, 2:2 (19:08) Garthe (Westerkamp, Eichler), 3:2 (27:04) Westerkamp (Stütz, Bilstein/5-4), 4:2 (28:14) Westerkamp (Bilstein, Pedevilla/5-4), 5:2 (33:02) Bippus (Kähm, Hiendlmeyer/4-4), 6:2 (34:28) Chr. Schock (3-5), 6:3 (36:00) M. Hofmann (Richardt/5-3), 7:3 (45:12) Bilstein (Garthe/5-4), 7:4 (51:41) Buckup (J. Schmidt/5-4), 8:4 (55:30) Bilstein (Stütz, Salzmann/5-4), 9:4 (56:55) Bilstein (Hiendlmeyer). Strafen: Braunlage 30 + 10 (Garthe) + 5 + Spieldauer (Westerkamp) + 10 + Spieldauer (Pedevilla), Adendorf 30 + 5 + Spieldauer (Böttger) + 5 + Spieldauer (M. Hofmann). Zuschauer: 1430.

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