Elche treffen auf den Meister der letzten Saison

Ein kleiner SchrittEin kleiner Schritt
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Mit dem Spiel gegen den Liga-Konkurrenten Herner EV 07 setzt der EHC Dortmund am etwas ungewohnten Donnerstagabend im Eissportzentrum Westfalenhallen sein Vorbereitungsprogramm fort. Erstes Bully für beide Mannschaften ist um 19:30 Uhr. Für die Elche ist es das vierte Spiel in der Vorbereitung, das Team aus der Nachbarstadt hat erst eine Begegnung hinter sich und verlor dabei überraschend am letzten Freitag in Iserlohn bei den Young Roosters mit 1:5. In der letzten Saison blieb die damalige Herner EG ungeschlagen und schaffte sportlich die Qualifikation zur Oberliga. Dies konnte aber zum Leidwesen der zahlreichen dortigen Fans aus wirtschaftlichen Gründen nicht umgesetzt werden. Es fehlte am entsprechenden Startkapital und die erfolgreiche Mannschaft der letzten Serie hatte zudem mehr gekostet als sie einspielen konnte. Nun versucht man einen Neuanfang mit realistischeren Zielen und abgespecktem Etat. Dies wirkt sich auch in der Herner Mannschaftszusammensetzung aus. Gleich zehn Spieler haben die HEG verlassen und dieser Verlust konnte zum Teil nur durch Nachwuchsspieler ausgeglichen werden. Immerhin konnten aber mit Torhüter Florian Lüttges und Haiko Hirsch zwei in der Regionalliga etablierte Spieler an den Gysenberg geholt werden. Außerdem brachte der kanadische Stürmer Shannon McNevan mit Tim McVaugh einen neuen Sturmpartner aus Nordamerika mit. Mit Mark Jablonski, Milan Vanek und Sebastian Haßelberg kann HEV-Coach Peter Franke auf weitere erfahrene Akteure zurückgreifen. „Man darf Herne auch in dieser Saison nicht unterschätzen. Die Mannschaft ist zwar nicht mehr so überragend besetzt wie in der Vorsaison, aber sie wird in der Regionalliga immer noch eine gute Rolle spielen können“, warnt EHC-Coach Jesse Panek davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.

Bei den Elchen sind alle Mann an Board und so kann Trainer Panek aus dem Vollen schöpfen. „Wir sind mitten drin in der Vorbereitung und setzen unseren Weg fort. Auch wenn einige Dinge beim 9:3-Heimspielerfolg gegen die Heilbronner Eisbären schon recht gut aussahen braucht die neu zusammengestellte Mannschaft noch weitere Einspielzeit. Uns bleiben noch anderthalb Wochen bis zum Meisterschaftsbeginn und die wollen wir nutzen. Natürlich steht dieses Zueinanderfinden in der Testspielphase im Vordergrund aber natürlich wollen wir auch erfolgreich sein und die Spiele gewinnen.“ Ob der Coach schon seine Reihen gefunden hat oder vielleicht einige andere Varianten ausprobieren wird, ließ er dabei offen. Auf jeden Fall kann er bisher sowohl mit der Qualität seiner Mannschaft als auch mit deren Ausgeglichenheit zufrieden sein. „Mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren ist das Team noch sehr jung. Da steckt noch viel Entwicklungspotential drin.“