Ein Spitzenspiel, das keines war

4:5 verloren – doch die Nierspanther sind Pokalsieger4:5 verloren – doch die Nierspanther sind Pokalsieger
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Eine Woche nach dem grandiosen Spiel in Neuwied sind die Grefrather Nierspanther wieder im Alttag angekommen, denn das Spiel gegen den Tabellenführer der Verbandsliga NRW, den ESV Bergisch Gladbach, konnte nicht an den Hit in Neuwied anknüpfen. Am Ende stand ein 4:3-Sieg nach Penaltyschießen für den GEC.

Die Panther kamen zu Beginn nicht wirklich in die Partie. Die Gäste spielten aus einer verstärken Abwehr und versuchten mit Konter zum Erfolg zu kommen und nach 65 Sekunden gelang Sascha Derichs die frühe Führung für den Spitzenreiter. Im weiteren Verlauf hatten beide Teams einige gute Möglichkeiten, doch die Torleute zeigten sich immer wieder von der besten Seite. In der 16.Minute gab es vor dem Tor der Bergischen eine unübersichtliche Situation und plötzlich lag Andre Schroll auf dem Eis. Ingo Angermann hatte Andre Schroll mit der Kelle im Gesicht getroffen und die stark blutende Wunde musste in der Kabine genäht werden. Die Schiedsrichter schickten Ingo Angermann wegen hohen Stocks mit 5 Minuten und einer Spieldauerstrafe in die Kabine. Die Gäste zeigten sich unbeeindruckt, fuhren einen dieser schnellen Konter und kamen in der 16. Minute sogar zum 2:0. Nico Rosewe schickte Christoffer Zeh mit einem Pass auf die Reise und Goalie Kuhnekath hatte keine Chance. In der 18. Minute musste dann Rainer Frings auf der Sünderbank platznehmen und der GEC spielte mit 5 gegen 3. Marco Piownski bediente Henri Marcoux und dessen schnellen Pass jagte Gerrit Ackers zum 1:2 in die Maschen. Das war dann auch der Pausenstand, denn die Panther konnten die Überzahsituation nicht zu einem weiteren Treffer nutzen.

Im Mitteldrittel änderte sich nicht viel am Spielverlauf, denn beide Teams hatten Respekt voreinander und das lähmte das Spiel. In der 26. Minute waren die Panther zu weit aufgerückt und das nutzten die Gäste zum 3:1. Nico Rosewe spielte Lutz Georg Klauck an der blauen Linie frei und dessen „Geschoss“ rauschte durch die Schoner von Ulrik Kuhnekath. Der Gast setzte diesen Nadelstich gerade in die Drangphase des GEC und es wurde unter den 120 Zuschauern langsam unruhig. In der 28. Minute spielten die Panther dann wieder in Überzahl und auch diese 5:3-Situation nutzte man zu einem Gegentreffer. Wasja Steinborn passte die Scheibe zu Henri Marcoux. Dessen Schuss konnte Goalie Schwarz nicht festhalten und Gerrit Ackers schob die Scheibe zum 2:3 ins Netz. Das war dann auch gleichzeitig das letzte Highlight in diesem Drittel, auch wenn die Panther langsam in Fahrt kamen und den Ausgleich zweimal auf der Kelle hatten.

Im letzten Drittel spürte man die vorhandene Nervosität, denn beide Teams wollten keinen Fehler machen. In der 48. Minute zeigte Matthias Holzki dann seine Qualitäten. Holzki schnappte sich die Scheibe in der eigenen Zone, marschierte an Freund und Feind vorbei, legte den Puck im richtigen Moment für Jan Lankes auf und Goalie Stefan Schwarz hatte keine Chance. Dieses 3:3 wirkte dann wie ein Nichtangriffspakt, denn beide Teams schienen sich auf den einen Punkt eingependelt zu haben. Kurz vor Spielende hätte der Gast dann fast noch den Siegtreffer landen können, doch Ulrik Kuhnekath konnte die Scheibe begraben und es blieb beim 3:3.

Das Penaltyschießen passte dann zum Spiel. Erst im 14.Versuch war das Spiel beendet. Andre Schroll versenkte die Scheibe eiskalt, der zweite Punkt ging an Grefrath.

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