EHV siegt bei den Black Dragons

Entscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und DrachenEntscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und Drachen
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Der EHV Schönheide bleibt in dieser Saison auch nach dem dritten Spiel in der Fremde weiter ungeschlagen. Beim 7:6 (1:1, 2:3, 3:2, 1:0)-Auswärtssieg nach Penaltyschießen bei den Black Dragons Erfurt büßten die Wölfe zwar in letzter Minute einen Punkt ein, doch aufgrund des Spielverlaufs und der Tatsache, dass der EHV mit nur zwölf Feldspielern (darunter nur zwei etatmäßige Verteidiger) anreisen konnte, kann man nach einer vor allem kämpferisch starken Leistung auch mit den zwei gewonnenen Punkten sehr zufrieden sein.

Die Partie vor knapp 600 Zuschauern, darunter rund 75 mitgereiste EHV-Fans, in der Kartoffelhalle begann zunächst auf beiden Seiten sehr abwartend. Die Wölfe bemüht, in der Defensive sicher zu stehen, verlegten sich aufs Kontern und hatten in der fünften Minute auch gleich Erfolg damit. Auf Zuspiel von Miroslav Jenka und Daniel Jun erzielte Julius Michel das 1:0 für die Gäste. Erfurt zeigte sich nach dem Gegentreffer aggressiver und erspielte sich gute Möglichkeiten zum Ausgleich, welche EHV- Goalie Benjamin Grunwald zunächst allesamt vereiteln konnte. In der 17. Minute war er allerdings machtlos, als Oliver Otte in Überzahl im Nachsetzen den 1:1-Pausenstand markierte.

Zu Beginn des zweiten Drittels erhöhten die Black Dragons den Druck und gingen durch Christopher Fischer mit 2:1 (22.) in Führung. Nur 51 Sekunden später erzielten die Hausherren durch Andreas Nickel gar das 3:1. Nach diesem Treffer wechselte der EHV die Torhüter und Backup Oliver Granert kam zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in der neuen Saison. In dieser Phase hatten die Wölfe einige Mühe mit den schnell vorgetragenen Angriffen der Black Dragons. Erfurt verpasste es, selbst in Überzahl, daraus Kapital zu schlagen und die Führung auszubauen. Stattdessen kämpften sich die Wölfe zurück und kamen durch Miroslav Jenka in der 30. Minute zum 2:3-Anschlusstreffer. Das Spiel wankte nun hin und her. Erst hatte Julius Michel die große Chance zum Ausgleich, aber sein Schuss traf nur die Querlatte des Erfurter Gehäuses. Quasi im Gegenzug fing Erfurts Spielertrainer Zbynek Marak einen weiteren Angriff der Wölfe ab und schloss seinen Alleingang sehenswert zum 4:2 (32.) ab. Nur wenig später war es der Spielertrainer des EHV, welcher mit einem Konter zum 4:3 (34.) seinem Amtskollegen auf der anderen Seite in nichts nachstand, sich nur etwas weniger feiern ließ.

Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts legten die Black Dragons wieder vor und gingen durch Maraks zweiten Treffer mit 5:3 (41.) in Front. Doch danach drehten die Wölfe auf und übernahmen die Initiative auf dem Eis. Gut zwei Minuten benötigte der EHV, um durch Tore von Matthias Krehl (44.) und Miroslav Jenka (46.) den verdienten 5:5- Ausgleich zu markieren. Erfurt war nun sichtlich beeindruckt und auch nur noch sporadisch im Drittel der Wölfe aufzufinden. Ganz anders die Gäste. Die Wölfe ließen die Scheibe in den eigenen Reihen laufen, setzten sich des öfteren im gegnerischen Drittel fest und warteten clever auf die wohlmöglich spielentscheidende Chance. Mit Erfolg, denn EHV- Kapitän Mike Losch ließ sich freistehend nicht zweimal bitten und hämmerte den Puck zum 6:5 (57.) für die Wölfe ins Erfurter Tor. Doch die Black Dragons mobilisierten in den verbleibenden drei Minuten nochmal alle Kräfte. Die größten Möglichkeiten für die Hausherren boten sich, als der EHV bis eine Minute vor Ultimo sogar in Unterzahl agieren musste. Doch mit Glück und Geschick verteidigten die Wölfe zunächst den knappen Vorsprung. Noch 46 Sekunden standen auf der Uhr, als die Erfurter ohne Torhüter, aber dafür mit einem sechsten Feldspieler, den wohl letzten Angriff des Spiels einleitenden. Nachdem sich Oliver Otte gegen drei EHV-Spieler durchsetzen konnte, wurde er dennoch am Schuss gehindert. Strafwürdig ja, aber zum Entsetzen der Wölfefans verhängte der nicht immer glücklich agierende Hauptschiedsrichter einen zweifelhaften Penalty gegen Schönheide. Diese Chance ließ sich der erfahrene Tim Donnelly auf Erfurter Seite nicht entgehen und traf zum glücklichen Ausgleich für sein Team. Im Penaltyschießen machte Jun schließlich alles klar.

Tore: 0:1 (4:22) Michel (Jenka, Jun), 1:1 (16:39) O. Otte (Donelly, Weyer/5-4), 2:1 (21:33) Ch. Fischer, 3:1 (22:24) Nickel (Marak, O. Otte), 3:2 (29:38) Jenka (Jun, Michel), 4:2 (31:33) Marak

4:3 (33:57) Jun (Jenka, Krehl), 5:3 (40:31) Marak (O. Otte, Hofmann), 5:4 (43:04) Krehl (Engler, Maaßen), 5:5 (45:49) Jenka (Jun), 5:6 (56:06) Losch (Michel, Jun), 6:6 (59:14) Donelly (Penalty), 6:7 (60:00) Jun (entscheidender Penalty). Strafen: Erfurt 8 + 10 (Marak), Schönheide 14. Zuschauer: 569.

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