EHV Schönheide krönt starke Saison mit Meistertitel

Entscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und DrachenEntscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und Drachen
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Der EHV Schönheide hat es geschafft. Das alles entscheidende dritte Spiel der Play-off-Finalserie in der Regionalliga Nordost gewannen die Schönheider Wölfe am Dienstagabend vor knapp 900 begeisterten Zuschauern im Wolfsbau verdient mit 6:2 (1:0, 2:0, 3:2) gegen den ECC Preussen Juniors Berlin und krönen mit dem Gewinn der Meisterschaft eine durchgehend starke Saisonleistung (33 Spiele, 26 Siege). In allen 17 Meisterschaftsheimspielen blieben die Wölfe ungeschlagen und schafften mit dem Titelgewinn den größten Erfolg in der über 70-jährigen Vereinsgeschichte des EHV Schönheide. Sportlich haben sich die Wölfe damit für die Oberliga qualifiziert.

Beide Mannschaften boten den Fans im Eisstadion an der Neuheider Straße ein sehenswertes und würdiges Endspiel. Die Wölfe erwischten den besseren Start und hatten bereits nach 30 Sekunden durch Daniel Jun die erste Großchance, bei welcher ECC-Goalie Björn Leonhardt schon sein ganzes Können aufbringen musste. Auch in der Folge bestimmte der EHV das Geschehen auf dem Eis, konnte trotz guter Möglichkeiten aber noch keinen Treffer verbuchen. Die Gäste aus der Hauptstadt versuchten ihr Glück im Konterspiel und blieben ebenfalls stets gefährlich. In der 18. Minute war aber der Bann gebrochen und die Wölfe gingen durch Sebastian Wolf verdient mit 1:0 in Führung.

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels hatten die Preussen in doppelter Überzahl die große Chance zum Ausgleich, doch das Powerplay der Hauptstädter wirkte umständlich und so gelang es dem EHV mit großer Einsatzbereitschaft diese heikle Situation ohne Gegentor zu überstehen. In der 31. Minute zeigten die Wölfe, wie es besser geht. Daniel Jun zog in Überzahl von der blauen Linie ab und ließ mit platziertem Schuss dem Gästekeeper keine Chance – 2:0. Fünf Minuten später agierte der ECC erneut mit einem Mann mehr. Wieder taten sich die Gäste schwer und so fing Daniel Jun die Scheibe im eigenen Drittel ab und setzte zum Konter an. Preussen- Verteidiger Rentzsch wusste sich nur durch ein Foulspiel zu helfen und verursachte damit einen Penalty für den EHV. Der gefoulte Jun lief an, verlud Björn Leonhardt im Gästetor, traf aber leider nur den Pfosten. Doch die Wölfe setzten nach. In der 38. Minute leistete sich der eigentlich sicher wirkende ECC-Goalie einen schwerwiegenden Fehler und legte Julius Michel den Puck quasi selbst auf, welcher keine Mühe mehr hatte und zum 3:0 ins leere Tor einschob.

Im Schlussdrittel waren die Preussen nun gefordert und hatten in der 42. Minute auch das Glück des Tüchtigen, als ein eher harmloser Flatterschuss von Lino Werner den Weg zum 3:1 ins Schönheider Gehäuse fand. Die Antwort der Wölfe folgte aber nur 35 Sekunden später. Miroslav Jenka stellte mit seinem Tor zum 4:1 den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Die Entscheidung fiel dann in der 46. Spielminute. Mit dem 5:1 versetzte Mike Losch den Preussen den vorzeitigen Knockout und verwandelte den Wolfsbau in einen Hexenkessel. Zwar gelang den tapfer kämpfenden Gästen in der 56. Minute durch Yann Jeschke der 5:2- Anschlusstreffer, doch mit dem Empty-Net-Goal von Daniel Jun zum 6:2 (60.) war der verdiente Sieg entgültig unter Dach und Fach und so erlebten die Wölfefans nach der Schlusssirene und der Pokalübergabe eine rauschende Meisterparty auf dem Eis im Schönheider Wolfsbau.

Tore: 1:0 (17:31) Wolf (Losch, Mix), 2:0 (30:32) Jun (Jenka, Schröder/5-4), 3:0 (37:23) Michel (Jun, Jenka), 3:1 (42:00) Werner, 4:1 (42:35) Jenka (Jun, Michel), 5:1 (45:01) Losch (Jun, Mix), 5:2 (55:56) Jeschke (Hermle, Leciejewski), 6:2 (59:25) Jun (Michel/ENG). Strafen: Schönheide 14, Berlin 12. Zuschauer: 835.

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