EHV in Rostock unter Wert geschlagen

Entscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und DrachenEntscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und Drachen
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Am Sonntag verloren die Schönheider Wölfe, mit nur zwölf Feldspielern angereist, trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung mit 2:5 (1:0, 1:1, 0:4) beim Rostocker EC. Nach dem schweren Spiel vom Vortag gegen Leipzig, der schon morgendlich beginnenden, siebenstündigen Busfahrt Richtung Ostseeküste und den Ausfällen von Heumann, Köllner, Kunzmann, Forster und Kreißl, konnte der EHV nur 40 Minuten im Piranhabecken kräftemäßig bestehen und geht, trotz sehr guter Leistungen an diesem Wochenende, mit null Punkten gegen die beiden Spitzenteams der Liga leer aus.

1366 Zuschauer in der Eishalle Schillingallee sahen im ersten Drittel einen starken Auftritt der Schönheider Wölfe, welche die Hausherren und das Spiel anfangs komplett im Griff hatten. Überfällig und verdient dann auch die 1:0-Führung durch Mike Losch in der 16. Spielminute, gleichzeitig auch der Stand zur ersten Pause.

Auch der Mittelabschnitt bot den Anhängern in Rostock ein unverändertes Bild und Spiel. Schönheide dominierte das Geschehen auf dem Eis und erhöhte in der 33. Minute durch Miroslav Jenka auf 2:0. Eher zufällig und äußerst glücklich kam Rostock in der 35. Minute zum 1:2-Anschlusstreffer durch Garthe, nachdem die Wölfe im zweiten Abschnitt eine Reihe guter Torchancen ausließen oder am guten REC-Keeper Hippik scheiterten.

Umso bedauerlicher dann der letzte Abschnitt aus Schönheider Sicht. Ohnehin schon ersatzgeschwächt mussten die Wölfe während des Schlussdrittels auch noch ohne Verteidiger Michael Maaß auskommen, dessen Schlittschuhkufe brach und er somit nicht mehr weiter spielen konnte. Zusätzlich wirkte nun auch der Schiedsrichter entscheidend auf das Spiel des EHV negativ ein, als er eine Reihe strittiger Strafzeiten gegen die Wölfe verhängte und somit den Piranhas die Chance gab, das Spiel doch noch zu drehen. Höhepunkt war ein Foulspiel an Holger Mix, nach dessen Folge der EHV-Stürmer einen Zahn verlor und statt Strafe gegen Rostock selbst für zehn Minuten wegen Reklamierens auf die Strafbank mußte. Aufgrund der Verletzung konnte auch Mix nicht mehr weiter spielen, wonach Wölfecoach Bentenrieder nur noch 10 Feldspieler zur Verfügung standen. Der Kräfteeinbruch folgte dann fast zwangsläufig und Rostock benötigte ganze 47 Sekunden, um aus einem 1:2-Rückstand eine eigene 4:2-Führung zu erzielen. Der letzte Treffer zum 5:2 in der 56.min durch Franz war am Ende nur noch Ergebniskosmetik.

Tore: 0:1 (15:54) Losch (Mix), 0:2 (32:55) Jenka (Maaß), 1:2 (34:34) Garthe, 2:2 (45:05) Hördler, 3:2 (45:40) Hermann, 4:2 (45:52) Bartanus, 5:2 (55:34) Franz. Strafen: Rostock 14, Schönheide 14 + 10 (Mix). Zuschauer: 1366.

Tags zuvor lieferte Schönheide bereits ein gutes Spiel ab. Dennoch unterlagen die Wölfe den Blue Lions Leipzig mit 4:5 (1:1, 2:2, 1:2).

Tore: 1:0 (1:14) Jenka (Stoyan, Kase), 1:1 (8:32) Kenig (Czajka, Hoffmann), 2:1 (30:28) Kase (Jenka, Mix/5-4), 3:1 (30:39) Schröder (Krehl, Losch), 3:2 (31:49) Hoffmann (Hofverberg, Gaudet/5-4), 3:3 (37:54) Bärschneider (Müller, Bartell), 3:4 (46:38) Hoffmann (Hofverberg, Czajka), 4:4 (48:49) Mix (Jun, Kase/5-3), 4:5 (55:49) Bartell (Müller, Eichelkraut/5-4). Strafen: Schönheide 14, Leipzig 12. Zuschauer: 611.

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