EHC Neuwied unterliegt Dinslakener Kobras

Der krönende Abschluss in Neuwied blieb ausDer krönende Abschluss in Neuwied blieb aus
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Es war ein Freundschaftsspiel. Und dass es zu dieser Partie kam, ist den Dinslakener Kobras hoch anzurechnen, waren sie doch schon nach Beendigung ihrer Saison in der Sommerpause. Zu guter Letzt ließen sie es sich aber nicht nehmen und reisten mit einem Kader von 13 Spielern an. In einer freundschaftlichen Begegnung mussten die 430 Fans im Neuwieder Icehouse bis zum 26. Penalty auf die Entscheidung warten. Durch das Tor von Sebastian Haßelberg unterlagen die Neuwieder Bären diese Partie mit 5:6 (2:2, 1:1, 2:2, 0:1) nach Penaltyschießen.

Vor dem Spiel wurde Neuwieds Kapitän Jens Hergt kurz verabschiedet. Dennoch war es noch nicht sein letzter Auftritt auf dem Eis. Für den Herbst plant er noch ein Abschiedsspiel, in dem er mit alten Weggenossen aus seiner Laufbahn noch einmal eine „Bombenmannschaft“ aufs Eis bringen möchte. Für den EHC Neuwied war es allerdings das letzte Heimspiel für den gebürtigen Berliner, der seit 15 Jahren in Neuwied Eishockey spielt. In Zukunft will er seine Prioritäten auf die Familie und den Job setzen.

Das Spiel begann für den EHC Neuwied eigentlich erst nach 77 Sekunden. Da stand es allerdings bereits 2:0 für die Kobras. Durch Tore von Dominik Spazier und Andreas Bergmann waren die Gäste gleich in der Anfangsphase in Führung gegangen. Erst danach entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Zwei Tore von Daniel Walther (5., 16.) konnten das Ergebnis bis zur ersten Pause dann aber wieder ausgeglichen gestalten.

Beiden Teams war es anzumerken, dass sie weder volles Tempo gingen, noch jeden Zweikampf verbissen bis zum Ende durchzogen. Gelegentlich waren hier und da einige ansehnliche Spielzüge, oder Einzelaktionen zu bewundern. Nach einer unübersichtlichen Aktion in der 26. Minute, in der Stephan Petry verletzt an der Bande liegen blieb, landete der Puck im Dinslakener Tor. Kaum jemand hatte richtig gesehen, wie Tim Grundl die Scheibe noch über die Linie drückte. Neuwied führte 3:2. Bis dahin war die Partie überaus fair. In der 34. Minute allerdings gerieten der Neuwieder Petry und Carsten Reimann von den Kobras aneinander. Nach einer kurzen Schlägerei durften beide zunächst einmal auf der Strafbank platz nehmen. Dies trübte eine wenig die freundschaftliche Begegnung. Danach wurde dann aber wieder Eishockey gespielt. Erneut Andreas Bergmann glich dann auch eine Minute vor der Pause zum 3:3 aus.

Nur zwei Minuten nach der Pause gelang Daniel Pleger die 4:3-Führung für die Gäste, die Jens Hergt unter großem Jubel in der Halle aber in der 44. Minute ausgleichen konnte. Fünf Minuten vor Ende der Partie gerieten die Bären erneut in Rückstand, doch Daniel Walther gelang in Unterzahl nur eine Minute vor Ende mit seinem 3. Treffer der 5:5-Ausgleich. Um eine Entscheidung herbeizuführen, einigte man sich auf Penaltyschießen. Insgesamt 26 Penaltys waren dafür notwendig. Auf Neuwieder Seite trafen Marc Blumenhofen und Jens Hergt, und auf Seiten der Gäste waren es Reimann, Spazier und Haßelberg.

Nach dem Spiel feierten die Neuwieder Fans dann aber ihre Mannschaft und insbesondere Jens Hergt. Alleine auf dem Eis stellte er sich noch einmal seinen treuen Anhängern und verabschiedete sich von ihnen. Zumindest für diese Saison, denn das Abschiedsspiel folgt im Herbst.