EHC Neuwied gelingt die Revanche gegen Herford

EHC Neuwied gelingt die Revanche gegen HerfordEHC Neuwied gelingt die Revanche gegen Herford
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Von Beginn an spielten beide Teams mit offenem Visier und versuchten durch schnelle Angriffe zum Torerfolg zu kommen. Dabei dominierten die Hausherren das Spiel in den ersten 20 Minuten zunehmend. In der Abwehr ließen die Bären nur wenig zu und setzten sich immer häufiger im Drittel der Gäste fest. So dauerte es bis zur 8. Minute, bis Martin Koristka auf Zuspiel von Marc Blumenhofen das erste Überzahlspiel ausnutzte und zum 1:0 traf. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient und dennoch mussten die Bären-Fans bis zur 17. Minute warten, bis der nächste Treffer fiel. Erneut Blumenhofen bediente bei einem Konter Andreas Leufgen, der es sich nicht nehmen ließ und zum 2:0 einschob. Mit diesem Ergebnis waren die Gäste zu diesem Zeitpunkt noch gut bedient, denn eigene Torchancen wurden durch die aufmerksame EHC-Abwehr, oder durch den gut aufgelegten Goali Marc Stromberg zunichte gemacht.

Ganz nach dem Geschmack der Fans sollte es im zweiten Abschnitt so weiter gehen. Allerdings kamen die Ice Dragons konzentrierter und aggressiver wieder aus der Kabine und setzten den EHC unter Druck. Als dann in der 23. Minute mit Blumenhofen und Koristka gleich zwei Spieler des EHC auf der Strafbank platz nehmen mussten, nutzen die Gäste nur eine Minute später diese Überzahl zum 1:2-Anschlußtreffer durch Kai Domula. Und auch der Ausgleich, nur drei Minuten darauf fiel in einem Überzahlspiel, da zuvor Michal Tomasik für zwei Minuten in die Kühlbox geschickt wurde. Torschütze für die Gäste war Jushua Piro. Neuwied verlor nun ein wenig den Faden und Herford bestimmte das Spielgeschehen. Erst langsam erholten sich die Bären wieder und kamen ihrerseits zu einigen Chancen. In der 33. Minute jedoch schloss Michael Reim einen Konter der Herforder erfolgreich ab und die Gäste führten mit 3:2. Wie schon in den vergangenen Partien handelte sich der EHC Neuwied zu viele Strafzeiten ein und musste somit häufig in Unterzahl agieren. Für einen versuchten Stockschlag erhielt zu allem Überfluss Kai Schmitz in dieser Phase eine 2+2+10 Minutenstrafe. Doch dieses Mal drehten die Bären den Spieß um. In Unterzahl schnappte sich Stephan Petry den Puck im mittleren Abschnitt, lief damit einen großen Bogen durch das eigene Drittel und nahm von dort Anlauf auf das gegnerische Tor. Dabei ließ er die Gegenspieler einfach stehen und vollendete seinen Lauf mit dem 3:3-Ausgleich. Plötzlich waren die Bären wieder zurück im Spiel, mussten aber noch zwei weitere Minuten in Unterzahl überstehen. Als dann in der 38. Minute Andreas Leufgen von der Strafbank wieder aufs Eis kam, stand er nach einem präzisen Pass von Blumenhofen allein vor dem Herforder Torhüter. Mit einer geschickten Drehung verlud er den Goali und erhöhte auf 4:3.

Mit dieser knappen Führung gingen beide Mannschaften in das letzte Drittel. Nun wurde um jeden Puck und jeden Meter auf dem Eis gekämpft. Es ging hin und her, doch es fiel nur noch ein Treffer. Diesen erzielte erneut Stephan Petry in der 45. Minute. Danach ließen beide Teams keine weiteren Treffer mehr zu. In der 51. Minute dann noch ein weiterer Wermutstropfen für den EHC, als Kai Schmitz mit seiner zweiten 10-Minutenstrafe an diesem Abend vorzeitig zum duschen gehen durfte. Zuvor hatte er in höchster Not mit einem Hechtsprung seinem Gegner den Puck vor dem Torschuss noch weggespitzelt. Die Unparteiischen werteten diese Aktion allerdings als Haken, was Schmitz und viele Zuschauer nicht bestätigen konnten. Für das Reklamieren erhielt er dann die 10 Minuten. Damit fehlt Schmitz am kommenden Wochenende in der Heimpartie gegen die Frankfurter Löwen.
Dennoch stolz und zufrieden war nach dem Spiel Bären-Trainer Jens Hergt: „Trotz des Rückstandes ist meine Mannschaft durch eine kämpferische Leistung zurück ins Spiel gekommen. Durch den Kampf und die Leidenschaft bleiben die 3 Punkte verdient in Neuwied.“

Am kommenden Sonntag erwarten die Bären dann die Frankfurter Löwen und zahlreiche Gästefans im Neuwieder Ice-House.


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