EGDL geht ungeschlagen in die Aufstiegsrunde

EGDL kassiert 0:9-Schlappe gegen FrankfurtEGDL kassiert 0:9-Schlappe gegen Frankfurt
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Die EG Diez-Limburg hat ihre Gruppenspiele in der hessischen Landesliga ungeschlagen beendet und steht damit souverän in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Hessen. Nach dem 9:2-Erfolg im Spitzenspiel vor einer Woche, konnten die heimischen Eishockeycracks am Sonntag auch das Rückspiel gegen den EC Wallernhausen mit 5:1 (0:0, 3:1, 2:0) für sich entscheiden. Allerdings war es ein teuer erkämpfter Sieg: Gleich vier Spieler der EGDL mussten frühzeitig unter die Dusche und fehlen damit im wichtigen Auftaktmatch zur Aufstiegsrunde am 25. Januar in der Diezer Eissporthalle gegen den VERC Lauterbach.

Aufgrund einiger Ausfälle war EGDL-Coach Holger Pöritzsch gezwungen, die Reihen etwas umzustellen. Dies machte sich insbesondere im ersten Drittel bemerkbar: Trotz lautstarker Unterstützung der rund 30 mitgereisten Fans kamen die Rockets zunächst kaum ins Spiel. Insbesondere Stürmer Dmitry Shimkov, der aus beruflichen Gründen passen musste, wurde schmerzlich vermisst. Normalform zeigte in den ersten 20 Minuten lediglich Torhüter Marc Stromberg, der mit zahlreichen Paraden und einem gehaltenen Penalty dafür sorgte, dass es torlos in die Pause ging. Im zweiten Drittel kam die EGDL nun besser ins Spiel und ging knapp zwei Minuten nach Wiederanpfiff durch Steve Schneider mit 1:0 in Führung. Allerdings nutzte Wallernhausen bereits drei Minuten später ein 5:3-Überzahlspiel und markierte den Ausgleich. Fortan wurde das Spiel ruppiger. Reihenweise Strafzeiten auf beiden Seiten bestimmten den zweiten Spielabschnitt. Nutznießer war die EGDL, die jeweils in Überzahl durch einen Doppelschlag von Torjäger Martin Homola (38. und 39. Minute) mit 3:1 in Führung ging.

Auch im letzten Drittel hatte die EGDL den besseren Start: Erneut in Überzahl erzielte Kapitän Markus Kaczenski mit einem Schuss von der blauen Linie das 4:1, ehe Timo Fuhr fünf Minuten später trotz Unterzahl den Puck erneut im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnte. Auch wenn das Spiel nun entschieden schien, beruhigten sich die Gemüter auf dem Eis keinesfalls. Das Ganze endete schließlich knapp zehn Minuten vor Schluss im unrühmlichen Höhepunkt der Partie: Eine Auseinandersetzung zwischen EGDL-Verteidiger Jan Hasselbach und einem Gegner artete zur Rudelbildung aus, in der die Fäuste flogen. Nachdem die Unparteiischen die Geschehnisse wieder im Griff hatten, schickten sie gleich fünf Spieler, darunter Jan Hasselbach, Marcel Hotop und Torhüter Marc Stromberg von der EGDL, zum Duschen. Für Letzteren ging Thomas Baldi zwischen die Pfosten, der im Schlussabschnitt eine bravouröse Leistung zeigte. Erst jetzt beruhigte sich das Spiel wieder. Allerdings musste die EGDL noch einen weiteren herben Rückschlag hinnehmen: Kurz vor Spielschluss wurde ein Einsatz von Timo Fuhr von den Schiedsrichtern als Check gegen den Kopf gewertet, was eine fünf Minuten und eine Spieldauerstrafe mit sich zieht. So musste auch der Torjäger frühzeitig vom Eis und wird ein Spiel fehlen.

Verständlich, dass bei Holger Pöritzsch trotz des Sieges keine Freude aufkam: „Solch zum Teil undiszipliniertes Verhalten ist mit nichts zu entschuldigen. Zumal bei diesem Spielstand in einer Partie, in der es quasi um nichts mehr geht“, äußerte sich der EGDL-Coach sichtlich stocksauer. Ausgerechnet gegen den haushohen Favoriten aus Lauterbach werden ihm damit beim Auftakt zur Aufstiegsrunde im Januar inklusive René Czajka, der bereits vergangene Woche eine Matchstrafe kassierte, definitiv fünf Spieler fehlen.

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