ECW Sande: Nord-Meister trifft auf Ost-MeisterDuell um Regionalliga-Titel in Nord und Ost

Trainer Sergej Jaschin. (Foto: Daniel Sievers/ECW Sande)Trainer Sergej Jaschin. (Foto: Daniel Sievers/ECW Sande)
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„Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir als Aufsteiger die Meisterschaft in der Nord-Staffel holen und jetzt auch noch um den Nord/Ost-Titel spielen, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, sagt Witalij Saitz. Dann fügt er hinzu: „Ich muss der Mannschaft und dem Trainer ein großes Lob aussprechen. Sie haben nicht nur mich, sondern sehr viele Eishockeyfans begeistert.“

Wie weit die Begeisterung des 1. Vorsitzenden der Jadehaie reicht, wird deutlich, wenn man auf den Kilometerstand seines Autos blickt. „Ich war in dieser Saison bei jedem Spiel dabei und werde auch am Samstag nach Schönheide reisen. Hoffentlich kommen am letzten März-Wochenende dann nicht noch mal 1.200 Kilometer obendrauf“, fügt der 45-Jährige mit einem Schmunzeln hinzu.

Das Playoff-Finale wird im Best-of-Three-Modus ausgespielt. Das Team, das also zuerst zwei Spiele gewinnt, ist Nord/Ost-Meister. Das erste Finalspiel findet am Samstag ab 19.30 Uhr im „Wolfsbau Schönheide“ statt. Spiel zwei steigt eine Woche später in der Eishalle Sande (19.30 Uhr). Sollte ein drittes Finalspiel um den Meistertitel notwendig sein, wird dieses tags darauf am Sonntag, 31. März, ab 17 Uhr wieder in Schönheide im Erzgebirge stattfinden.

„Wenn man ein Finale spielt, möchte man es auch gewinnen“, blickt Trainer Sergej Jaschin auf die kommenden Partien. „Ich habe mir ein Schönheide-Spiel angeguckt, das vor ein paar Wochen live im Internet gestreamt wurde. Das Problem: Einige Spieler waren verletzt, ein paar Leistungsträger haben gefehlt und somit werden wir wohl auf eine ganz andere Mannschaft treffen. Fakt ist aber: Wir spielen zuerst auswärts, was gar nicht so schlecht ist, weil wir unser Spiel durchziehen können und der Druck erst mal bei den Wölfen liegt.“

Der beste Beweis dafür, dass man im Erzgebirge nichts anbrennen lassen möchte, ist die Tatsache, dass Wölfe-Trainer Sven Schröder am vergangenen Samstag persönlich im Erika-Heß-Eisstadion vorbeischaute, als der ECW Sande mit einem 5:2-Sieg gegen FASS Berlin den Finaleinzug perfekt machte.

„Wir freuen uns auf das Finale, keine Frage. Aber wir wissen, dass es sehr schwer wird. Die Wölfe haben FASS Berlin in dieser Saison zu Hause mit 11:0 aus der Halle geschossen“, blickt Kapitän Nick Hurbanek auf den kommenden Gegner.

Auch das letzte Gruppenspiel innerhalb der Verzahnungsrunde der Eishockey-Regionalligen Nord und Ost hatten die Schönheider am vergangenen Sonntag mit 7:4 beim Hamburger SV gewonnen. Damit gehen sie ungeschlagen und ohne Punktverlust in die Playoff-Serie.

„Die erfahrenereMannschaft ist ganz klar Sande, aber Schönheide ist physisch stark und attackiert gut. Sie werden viel laufen. Wenn die Jadehaie das Wölfe-Forechecking in den Griff bekommen, haben sie eine Chance“, blickt FASS-Trainer Norbert Pascha, der von 2012 bis November 2015 beim Oberligisten EHV Schönheide 09 an der Bande stand, auf das Finale. Dann fügt er hinzu: „Meiner Meinung nach wird der Heimvorteil entscheidend sein – und der liegt nun einmal bei Schönheide. Das Finale wird ganz bestimmt über drei Spiele gehen.“

Rund 40 Fans des ECW Sande werden sich am Samstag auf die knapp 600 Kilometer lange Strecke nach Schönheide machen, um ihr Team zu unterstützen. Eine gute Nachricht für diejenigen, die zu Hause bleiben: Das Spiel wird auf der Facebook-Seite der Schönheider Wölfe live gestreamt.