ECC ohne Punkte

Vorteil PreussenVorteil Preussen
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Auch im zweiten Spiel des Wochenendes gab es für den ECC Preussen Juniors Berlin kein Erfolgserlebnis. Trotz guter Leistung unterlag man bei den Black Dragons Erfurt in der Kartoffelhalle mit 3:6 (1:1, 1:1, 1:4).

Vor 653 Zuschauern begannen die Berliner sehr engagiert und abgeklärt. Erfurt fand vorerst keine Mittel gegen die kompakt stehenden Preussen, vor allem die Paradereihe der Drachen mit Marak und Vavroch fand lange Zeit keine Bindung zum Spiel. Und der erste Angriff der Berliner führte prompt zum Erfolg, als Nico Jentzsch völlig unbedrängt durch die Erfurter Abwehr marschierte und glücklich Fischer im Tor der Gastgeber überwinden konnte. Erfurt sofort mit wütenden Gegenangriffen aber Vavroch versiebte zweimal völlig frei stehend. In der Folge zwar Erfurt spielbestimmend aber der ECC konnte mehrfach gefährliche Gegenangriffe aufziehen. Scholz und Schertz scheiterten aber am guten Fischer. Auffällig, dass die Black Dragons in Überzahlspielen zumeist harmlos agierten, in Unterzahl jedoch brandgefährlich waren und mehrfach den Ausgleich auf der Kelle hatten. Istvan Pal sorgte schließlich mit seinem ersten Pflichtspieltor in der 12. Minute für eben diesen, als er aus vier Metern abzog und Kremer keine Chance ließ. Dabei blieb es aber bis zum Ende des ersten Drittels, das Spiel verflachte zusehends. Berlin agierte sicher und Erfurt war irgendwie von der Rolle.

Gleiches Spiel im zweiten Drittel, Erfurt bemüht, aber nur die zweite Reihe der Drachen sorgte wirklich für Gefahr. Allerdings war auch Kremer gut aufgelegt und entschärfte viele Schüsse der Thüringer. So plätscherte das Spiel vor sich hin, bis in der 33. Minute Konietzky auf die Strafbank musste. In das einfallslose Überzahlspiel der Gastgeber hinein schickte Schertz mit einem schönen Pass Leciejewski auf die Reise und dieser sorgte eiskalt für die Führung der Berliner. Erfurt jetzt noch nervöser und erneut Leciejewski sowie Scholz hätten frei vor Fischer den Vorsprung ausbauen können. Stattdessen aber erneute Strafzeit für Berlin in der 38. Minute und nach nur 5 Sekunden zog Erfurts Tim Donelly von der blauen Linie ab und der Puck schlug im Tordreieck ein. Irgendwie so eine Art Aufwecksignal für die Thüringer, jetzt drängten sie mit aller Macht auf die Führung. Aber Kremer verhinderte bis zur Pause einen Rückstand der Gäste. Zu allem Überfluss stürzte Watzke bei einem fairen Zweikampf unglücklich und zog sich eine Schulterverletzung zu.

Im letzten Drittel zahlte es sich aus, dass Erfurt im ganzen Spiel mit drei Reihen spielen konnte, Berlin aber nur mit zwei Reihen agierte. Nach und nach schwanden beim ECC Kondition und Aufmerksamkeit. Ausgerechnet in eigener Überzahl verlor man die Scheibe gegen die aggressives Penaltykilling praktizierenden Black Dragons. Weise schickte Schmidt auf den Weg und dieser verlud Kremer. Erstmalig also die Führung der Gastgeber, die nun versuchten, den Sack zuzumachen. Doch mitten in diese Druckphase hinein nutzte Leciejewski eine Schlafeinlage der Erfurter Abwehr und erzielte den erneuten Ausgleich (47.). In den folgenden Minuten verteiltes Spiel, Vavroch und Marak mit drei todsicheren Gelegenheiten scheiterten genauso wie Leciejewski, Fadejews und Scholz auf der Gegenseite. In der 52. Minute war es schließlich Oliver Otte, der sich ein Herz fasste, nach einem Bully knallhart abzog und Kremer im Berliner Tor überwinden konnte. Drei Minuten später dann die Vorentscheidung, als Marak nach einem Abpraller nur noch ins leere Tor treffen brauchte. Robert Vavroch setzte schließlich in der 57 Minute den Schlusspunkt, als er nach schöner Vorarbeit von Marak ebenfalls keine Mühe hatte, am geschlagenen Kremer vorbei einzunetzen.

Tore: 0:1 (1:59) Jentzsch (Schertz, Konietzky), 1:1 (11:35) Pal (Manske), 1:2 (33:48) Leciejewski (Schertz, Scholz/4-5), 2:2 (37:11) Donelly (Hofmann, Marak/5-4), 3:2 (44:53) Schmidt (Weise, Pal/4-5), 3:3 (46:16) Leciejewski (Scholz, Mix), 4:3 (51:35) Otte (Vavroch, Marak), 5:3 (54:21) Marak (Otte, Donelly), 6:3 (56:30) Vavroch (Marak, Hofmann). Strafen: Erfurt 18, Berlin 26. Zuschauer: 653. (Axel Hirsch für Radio Eiskalt)


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