EAC trauert um seinen Schüler-Torhüter

EAC macht weiter und bestreitet BenefizspieleEAC macht weiter und bestreitet Benefizspiele
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Schock und Entsetzen lähmt Bad Reichenhall. Mittlerweile besteht die traurige Gewissheit, dass die zuletzt noch vermissten vier Menschen ebenfalls unter dem eingestürzten Dach der Eissporthalle gestorben sind. Die Zahl der Opfer wuchs damit auf 15 an. Besonders viele Kinder und Jugendlichen verloren bei dem Unglück ihr Leben. Auch der Landesligist EAC Bad Reichenhall trauert - doch nicht nur um seine Mitbürger. Denn Andreas Jahn, Torhüter der EAC-Schülermannschaft, starb in den Trümmern der Eissporthalle. Ersten Meldungen zu Folge habe Andreas die warnende SMS mit der Absage des Nachwuchstrainings nicht mehr erreicht. Wie so oft war er bereits lange vor dem Training in der Eissporthalle. "Zutiefst betroffen sind wir in Gedanken bei den Umgekommenen, den Angehörigen der Opfer", erklärt der Verein auf seiner Homepage unter www.eac1997.de. Dabei danken die Vereinsverantwortlichen den vielen Helfern: "Unser Respekt, unsere Anerkennung und unser Dank gilt allen Hilfsorganisationen, die unermüdlich im Rettungseinsatz waren. Der EAC Bad Reichenhall bedankt sich ganz herzlich bei allen, die auf unserer Homepage ihre Anteilnahme und Mitgefühl übermittelt haben. Diese große Solidarität hat uns tief bewegt." Auf etlichen Seiten kondolierten Eishockeyspieler und Fans im virtuellen Gästebuch der Vereinshomepage. Fast alle Spieler und auch Trainer Gerry Wimmer beteiligten sich an der Lichterkette für die Opfer. Wimmer war es auch, der den EAC-Schal vor das Rathaus legte, um den die EAC-Mitglieder und Bad Reichenhaller Bürger Kerzen im Schnee aufstellten. Erst langsam befreien sich die Menschen aus der Umklammerung des Schocks, Trauer wird sie sicher noch lange erfüllen. Viele Vereine, darunter auch der Oberligist Starbulls Rosenheim, haben den Landesligisten zu einem Benefizspiel eingeladen.

Noch unklar ist, wie es für sportlich für den EAC Bad Reichenhall weitergeht - weitergehen kann. Am Sonntag stünde das erste Spiel in der Landesliga-Abstiegsrunde beim DEC Frillensee-Inzell an. Dort werden die Spieler aber - zumindest zu diesem Zeitpunkt - nicht antreten. Auf einer Mannschaftssitzung soll geklärt werden, ob das Team weitermacht. Nach einer Meldung der lokalen Presse habe sich Gerry Wimmer für ein Weitermachen ausgesprochen. Ausweichen könnte der EAC ins benachbarte Salzburg nach Österreich oder auch nach Berchtesgaden. Noch gilt es aber, den Schock zu bewältigen und die Trauer zu verarbeiten.

Derweil wurden zwei Spendenkonten eingerichtet:

1.) Für Opfer und Hinterbliebene:

Bayerisches Rotes Kreuz (BRK), Kto. 232 066, BLZ 710 500 00 Sparkasse Berchtesgadener Land

2.) Für die Erhaltung des Eishockey-Sports in Bad Reichenhall:

Föderverein des Eishockeysports in Bad Reichenhall, Kto. 817 643, BLZ 710 500 00 Sparkasse BGL

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