Duell der Meister im Pokal-Viertelfinale

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Im Normalfall sind die Play-offs der traditionelle Schlusspunkt unter jede Eishockey-Saison und finden frühestens im März statt. Im Braunlager Wurmbergstadion liegt aber schon am zweiten Januarwochenende ein Hauch von Play-off-Atmosphäre in der Luft. Im Viertelfinal-Hinspiel des Nordost-Pokals treffen die Harzer Wölfe am Sonntag bereits ab 16:30 daheim auf den ECC Preussen Juniors Berlin. Das Rückspiel findet zehn Tage später am Mittwoch, 20. Januar,

in Berlin statt.

Für die Wölfe gilt es, gegen die Berliner eine möglichst gute Ausgangsposition herauszuarbeiten. Mit einem Sieg im Gepäck dürfte die Reise unter der Woche in die Bundeshauptstadt zum schweren Rückspiel deutlich leichter fallen. Das Duell gegen die Preussen hält neben dem Einzug des Siegers in das Halbfinale auch noch eine zweite Brisanz bereit. Schließlich treffen mit den Harzern und den Berlinern die jeweils amtierenden Meister der Regionalligen Nord und Ost aufeinander. Während der ESC allerdings auch in diesem Jahr wieder um den Titel mitspielt verlief die Saison der Preussen bisher

eher enttäuschend. Trotz etlicher namhafter Akteure im Kader stehen die Charlottenburger derzeit nur auf Rang Acht der Ost-Tabelle.

Dabei können etliche Spieler der Preussen auf Einsätze in der DEL oder sogar internationalem Parkett verweisen. Bekanntester Spieler der Berliner dürfte ohne Frage Jochen Molling sein. Der Verteidiger-Veteran hat über 670 Erstliga-Spiele bestritten, unter anderem auch für die Kassel Huskies. International war Molling bei acht Weltmeisterschaften für Deutschland im Einsatz und kommt auf insgesamt 135 Länderspiele. Immerhin bei zwei A-Weltmeisterschaften sowie einer B-WM noch für

die DDR stand Angreifer Jan Schertz auf dem Eis, der in seiner langen Karriere bereits etliche Stationen zwischen DEL und Oberliga durchlief.

Im Tor der Preussen steht mit Björn Leonhardt ein routinierter Goalie, zudem sind die Abwehr und der Sturm mit weiteren erfahrenen Spielern wie Holger Mix, Kay Hurbanek oder Andre Berger gespickt. Coach Heiko Awizus kann zudem auf eine Vielzahl an jungen Talenten zurückgreifen, die dem Team eigentlich die nötige Tiefe verleihen sollten.

Auf Seiten der Harzer gilt die volle Konzentration desft. Im Wochenendes auf das Spiel gegen die Berliner. Zur ungewohnt frühen Anfangszeit um 16:30 Uhr, direkt im Anschluss an das Weltcup-Skispringen der Damen auf der Wurmbergschanze, kann Trainer Bernd Wohlmann praktisch aus dem Vollen schöpfen. Doch auch wenn die Berliner am Sonntag bereits ihr drittes Wochenendspiel absolvieren müssen und in der Liga bisher nicht in Fahrt gekommen sind, unterschätzt werden darf der amtierende Meister der Regionalliga Ost auf keinen Fall. Vielmehr dürfte die Fans ein spannendes Pokal-Duell auf Augenhöhe erwarten.

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