Dritter Streich

Entscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und DrachenEntscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und Drachen
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So langsam müssen sich die Anhänger des EHV Schönheide an nervenaufreibende Spiele gewöhnen. Nach den beiden Siegen gegen Rostock und Halle gewannen die Schönheider Wölfe am Mittwochabend auch gegen die Black Dragons Erfurt mit 5:4 (1:2, 2:2, 1:0, 1:0) nach Penaltyschießen. Mit diesem Sieg zieht der EHV an FASS Berlin vorbei und belegt nun den sechsten Platz in der Tabelle der Regionalliga Nordost.

Gut 300 Zuschauer im Schönheider Wolfsbau sahen von Beginn an ein temporeiches und hart umkämpftes Spiel beider Mannschaften, indem der EHV zunächst den besseren Start erwischte. Doch zum Teil hundertprozentige Chancen, z.B. durch Miroslav Jenka im Alleingang auf das EHC-Gehäuse, wurden vergeben oder fanden im Erfurter Goalie Fischer ihren Meister. In der neunten Minute stellten die Black Dragons das Spielgeschehen auf den Kopf und gingen durch Halloun überraschend mit 1:0 in Führung. Die Wölfe zeigten sich wenig geschockt und kamen durch Miroslav Jenka nur zwei Minuten später zum verdienten Ausgleich. Eine Unaufmerksamkeit in der Defensive brachte jedoch die Gäste wieder in Front. Erneut war es Dusan Halloun, der die Black Dragons in Überzahl mit einer 2:1- Führung (15.) in die Pause schickte.

Das Mitteldrittel begann mit Vorteilen der Thüringer. Wieder war es der an diesem Abend überragende Dusan Halloun, welcher in der 24. Minute auf 3:1 für sein Team erhöhen konnte. Doch die Wölfe gaben nicht auf und kamen nur zwei Minuten später in Überzahl zum 2:3-Anschlusstreffer durch Robert Kase. Der Wolfsbau erwachte wieder zum Leben und Sven Schröder ließ in der 33. Minute die EHV-Fans erneut jubeln. Aus dem eigenen Drittel startete er einen schönen Alleingang an Freund und Feind vorbei und ließ auch Kai Fischer im Tor der Dragons keine Chance und netzte überlegt zum 3:3 ein. Einziger Wehrmutstropfen bis zum zweiten Pausentee war die neuerliche Führung der Gäste. Im Powerplay zog Erfurts Verteidiger Tim Donelly aus abseitsverdächtiger Position von der blauen Linie ab und traf mit einem platzierten Schlagschuss zum 4:3 (35.) für die Black Dragons.

Der Schlussabschnitt bot für Eishockeyfans wieder Alles, was diesen Sport so interessant und spannend macht. Bis zur 52. Minute mussten die treuen Wölfefans zittern, ehe der schönste Angriff im gesamten Spiel den Schönheidern den Ausgleich bescherte. Angetrieben von Daniel Jun marschierten die Wölfe Richtung EHC-Gehäuse. Ein blitzsauberer Pass brachte Sturmpartner Miroslav Jenka in Position, der Kai Fischer keine Chance ließ und zum umjubelten 4:4 verwandelte. Bis zur Sirene hatten dann beide Teams gute Möglichkeiten, das Spiel in regulärer Spielzeit zu entscheiden, doch sowohl an Fischer, als auch an Wölfe-Keeper Grunwald war kein Vorbeikommen mehr. So ging es für den EHV zum dritten Mal in Folge ins Penaltyschießen. Lediglich Zbynek Marak vermochte es, Benny Grunwald im Schönheider Kasten zu überwinden. Besser machten es erneut die EHV-Schützen. Nachdem Miroslav Jenka zunächst nach Treffern ausgleichen konnte, sorgte Holger Mix mit dem entscheidenden Penalty für die Entscheidung und somit für den dritten Zwei-Punkte-Sieg in Folge.

Tore: 0:1 (8:51) Halloun (Masche), 1:1 (10:22) Jenka (Jun), 1:2 (14:04) Halloun (4-3), 1:3 (23:19) Halloun (Marak, Donelly), 2:3 (25:08) Kase (Maaß, Jenka/5-4), 3:3 (32:39) Schröder (5-4), 3:4 (34:58) Donelly (Johannhardt/5-4), 4:4 (51:11) Jenka (Jun, Maaß), 5:4 (60:00) Mix (entscheidender Penalty). Strafen: Schönheide 14, Erfurt 18. Zuschauer: 334.

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