Drei unerwartete Punkte

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit einer eindrucksvollen Vorstellung wies der Neusser EV den Tabellenzweiten Dinslakener Kobras in die Schranken und sammelte beim 5:2 (1:1, 2:0, 2:1)-Sieg drei weitere, eher unerwartete Punkte. Obwohl einige wichtige Spieler fehlten, bewahrten engagierte Neusser gegen die Dinslakener Kobras ihre weiße Heimspiel-Weste.

Die Liste der Ausfälle ließ für das Spiel gegen den Tabellenzweiten Schlimmes befürchten. Mit David Bromé und Ingo Angermann fehlten die besten Scorer, dazu mit Gilbert Schröder und Lutz Klauck weitere Leistungsträger. Immerhin konnte Sascha Schmetz im zweiten Drittel auflaufen, der sofort in die erste Sturmformation rückte. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 1:1, nachdem Holger Schrills die verdiente Dinslakener Führung durch Daniel Pleger ausgleichen konnte. Auch dank dreier Strafzeiten gegen Neuss waren die Gäste bis dahin das dominierende Team, obwohl beide Seiten aussichtsreiche Chancen vergaben. Auch im mittleren Abschnitt bot sich den Zuschauern ein packendes und unterhaltsames Spiel. Wussten die Neusser zuvor vor allem kämpferisch zu überzeugen, so agierte man mit fortlaufender Spieldauer aus einer stabilen Defensive um den glänzend aufgelegten Dennis Kohl. Hatte Steve Blumentritt bei einem Lattentreffer noch Pech, so glich sich dies in der 28. Minute aus, als Dinslakens Torhüter Albrecht ein verdeckter Dreseler-Schuss durch die Beine rutschte. Dass gegen die favorisierten Gäste doch noch etwas zu holen sei, wurde spätestens nach 35 Minuten deutlich, als Boris Fuchs ein Oltmanns-Zuspiel aus kurzer Distanz zum 3:1 verwertete. Zum Glück für den NEV sollte nicht bestraft werden, dass man bei zwei Überzahlspielen zu Beginn des letzten Abschnitts eine Vorentscheidung versäumte. Zunächst konnte Dennis Kohl eine folgende Großchance der beiden Dinslakener Kanadier entschärfen, die erwartungsgemäß die auffälligsten Akteure in Reihen der Gäste waren. Als dann auch noch Schahab Aminikia einen Gegenzug mit einem wuchtigen und platzierten Schuss an den langen Pfosten abschloss (51.), waren die dezimierten Neusser ihrem Ziel schon sehr nahe. Fünf Minuten vor der Schlusssirene beseitigte Sascha Schmetz die letzten Zweifel, als er in Unterzahl Freund und Feind davonlief und trotz regelwidriger Behinderung durch einen Dinslakener Verteidigung konzentriert abschloss - 5:1. Dass Jason Baclig mit einem schönen Treffer den Schlusspunkt setzte, störte angesichts der überzeugenden Vorstellung im Südpark niemanden mehr. Ein verdienter Sieg aufgrund einer kollektiven Mannschaftsleistung, die bewies, welches Potenzial in ihr steckt.

Tore: 0:1 (15:05) Pleger (Bergmann/5-4), 1:1 (19:19) H. Schrills (Pering, Oltmanns), 2:1 (27:27) Dreseler (Ernst), 3:1 (35:45) Fuchs (Oltmanns, H. Schrills), 4:1 (50:12) Aminikia (Pering, H. Schrills)

5:1 (54:59) Schmetz (Perlitz/4-5), 5:2 (56:48) Baclig (Bergstermann, Stöckhardt). Strafen: Neuss 26, Dinslaken 20. Zuschauer: 203.