Dortmund steht im Finale

Ein kleiner SchrittEin kleiner Schritt
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Der EHC Dortmund hat es geschafft und steht auch in dieser Saison im Play-off-Finale um den Aufstieg in die Oberliga. Nach dem 3:1-Auswärtssieg vom Freitag gewannen die Westfalen Elche am Sonntagabend auf eigenem Eis auch das zweite Spiel. Mit 6:1 (3:1, 2:1, 1:0) wurde dieses Mal der Neusser EV besiegt. Vor erneut 1000 Zuschauern brachten drei Treffer im Minutentakt bereits gegen Ende des ersten Abschnitts die Vorentscheidung. Die Gäste konnten zwar in der 12. Minute überraschend in Führung gehen, der EHC sorgte dann aber zwischen der 15. und 17. Minute für klare Verhältnisse. Im anderen Halbfinale gewann der ESV Hügelsheim zwar gegen die Düsseldorfer EG 1b mit 8:7 nach Penaltyschießen, nach dem klaren 5:2-Hinspielerfolg der Düsseldorfer kommt es aber nun am kommenden Wochenende zu den beiden Finalspielen EHC gegen DEG. Die erste Partie findet voraussichtlich am Freitag an der Düsseldorfer Brehmstraße statt, das (entscheidende) Rückspiel dann am Sonntag (19 Uhr) an der Strobelallee.

Mit dem 3:1-Erfolg aus dem Hinspiel begann der EHC erneut sehr diszipliniert und schwungvoll und bereits der erste Angriff brachte eine große Chance. Jiri Svejda konnte nur regelwidrig am Torerfolg gehindert werden, den fälligen Penalty führte er selber aus. Allerdings blieb der Puck bei seinem Schuss knapp vor der Torlinie unter NEV-Keeper Carsten Solbach liegen. Die Elche ließen sich davon aber nicht beirren und stürmten weiter in Richtung Gästetor. So gab es weitere Chancen zur Führung, die Gäste kamen lediglich in der zehnten Minute gefährlich vor das EHC-Gehäuse. Deshalb überraschte auch das 0:1 in der zwölften Spielminute, die Neusser Hoffnung währte allerdings nur kurz. Bei doppelter Überzahl konnte Verteidiger Nils Sondermann drei Minuten später aus mittlerer Position zum 1:1-Ausgleich abziehen. Eine Minute später markierte Mirko Reinke das 2:1 und ein toller Treffer von Jiri Svejda in der 17. Minute brachte die 3:1-Pausenführung.

Damit lagen die Elche in der Addition beider Spiele nun bereits mit vier Treffern vorne und raubten damit den Gästen den Glauben an eine Wende. Dies machte sich fortan bemerkbar. So ließ das Tempo im zweiten Abschnitt etwas nach, der EHC konnte das Spiel allerdings jederzeit sicher kontrollieren. Dafür mehrten sich nun die Strafzeiten. Mit einem weiteren Doppelschlag zwischen der 34. und 35. Minute beseitigten die Elche dann den letzten Zweifel am Erreichen der Finalspiele. Zuerst erhöhte Danny Fischbach auf 4:1, dann schlug Jiri Svejda erneut zu und erzielte den fünften EHC-Treffer. Eine Auszeit der Gäste nach diesem 5:1 sollte nun wohl Schlimmeres verhindern, änderte aber nichts an der Dortmunder Überlegenheit.

Im Schlussabschnitt gab es dann in der 52. Reichlich Aufregung. Im Dortmunder Verteidigungsdrittel fuhren Holger Schrills (NEV) und Lars Gerike aufeinander zu und prallten zusammen. Hauptschiedsrichter Ramin Yazdi entschied auf Zweiminutenstrafe plus eine zehnminütige Disziplinarstrafe gegen den EHC-Verteidiger und änderte dies nach Absprache mit seinen Linienrichtern in eine Matchstrafe um. Check gegen Kopf und Nacken mit Verletzungsfolge lautete die aus Dortmunder Sichter umstrittene Begründung. Damit musste Gerike gerike vorzeitig unter die Dusche, sein (verletzter) Kontrahent dagegen stand nach dem nächsten Wechsel wieder auf dem Eis. In den verbleibenden Spielminuten versuchte sich der EHC weiterer Provokationen zu entziehen und konnte nebenher noch in der 54. Minute durch den dritten Treffer von Jiri Svejda den 6:1-Endstand erzielen.

„Wir waren in beiden Spielen gegen Neuss die bessere Mannschaft und haben das Finale verdient erreicht. Die Mannschaft hat die Trainervorgaben gut umgesetzt. Die Matchstrafe gegen Lars Gerike ist nicht nachvollziehbar. Sein Gegenspieler hatte den Kopf tief und prallte gegen die Schulter von Lars. Das war weder ein regelwidriger Check noch war eine Verletzung zu erkennen. Wir waren auch etwas enttäuscht vom Auftreten des NEV in der Endphase des Spiels. Nun richtet sich aber unsere ganze Konzentration auf die beiden Spiele gegen die DEG“, so das EHC-Vorstandsduo Günter Kuboth und Gerd Alda. Beide waren sehr zufrieden mit dem Zuschauerzuspruch. „Im letzten Jahr hatten wir im Halbfinale gegen Hügelsheim 800 Zuschauer, nun wie schon gegen Essen 1000. Das wollen wir im Finale noch weiter ausbauen.“

Tore: 0:1 (11:59) Pering (H. Schrills), 1:1 (14:31) Sondermann (Gerike, Svejda/5-3), 2:1 (15:33) Reinke (Kohmann, Linda/5-4), 3:1 (16:34) Svejda (Miettinen, Potthoff), 4:1 (33:05) Fischbach (Kohmann, Franz/5-3), 5:1 (34:13) Svejda (M. Potthoff, Miettinen/5-4), 6:1 (53:10) Svejda (Miettinen/4-4). Strafen: Dortmund 14 + Matchstrafe (Gerike), Neuss 20 + 10 (Campbell) + 10 (Oltmanns).

Jetzt die Hockeyweb-App laden!