Die Probleme eines Eishockeyfans im Norden - eine Glosse

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Eishockeyfans haben es schwer im Land zwischen den Meeren. Dies bestätigte sich wieder am Donnerstagsabend. Das erste Mal verabredete man sich in den Play-offs, um einen Eishockeyabend in der Sportsbar Kiel zu genießen. Aus dem Genuss wurde aber nichts, da die Sportsbar Kiel anscheinend Eishockey nicht als Sportart anerkennt. Der König Fußball war wichtiger und das, obwohl keine deutsche Mannschaft mehr in der Champions League vertreten war und der Eishockeyfan sich extra die Mühe gemacht hatte, vorher anzurufen und nachzufragen, ob dass Spiel dort geschaut werden kann.

Nun gelten Eishockeyfans ja allgemein hin als besonders fair und nicht nachtragend, also sollte die Sportsbar Kiel nach der langen Sommerpause eine zweite Chance bekommen. Wieder wurde vorher angerufen und laut Aussage des Besitzers der Sportsbar war es auch diesmal kein Problem, das Spiel live zu gucken. Diesmal gab es auch keinen Fußball oder Handball, was ja in der Handballhochburg Kiel eher selten der Fall ist.

Also wurde sich rechtzeitig auf den Weg in die Sportsbar Kiel gemacht. Das Spiel begann um 19:30 Uhr, der Vorbericht um 19:15 Uhr. Der Eishockeyfan trifft natürlich um 19 Uhr ein, um eventuelle Lageveränderungen kompensieren zu können. Der Decoder war auf 19:15 Uhr eingestellt und schaltete rechtzeitig um. Endlich wieder Eishockey, dachte sich der Autor, aber was folgte war eine Odyssee ungeahnten Ausmaßes. Der Decoder verlangte die Eingabe des Jugendschutzcodes. Dieser war nicht vorhanden in der Sportsbar Kiel. Um 19:45 Uhr rief der Besitzer der Sportsbar Kiel an und teillte mit, dass er in 20 Minuten rumkommt. Der Chef kam aber nicht, sondern schickte um 20 Uhr noch mal eine SMS, dass der Stecker des Decoders gezogen werden sollte. Dies traute sich die Bedienung aber leider nicht zu. Um 20:15 Uhr verließen die Eishockeyfans mit knurrendem Magen die Sportsbar Kiel. Großzügigerweise gingen die Getränke aufs Haus. Der Autor hat auf jedenfall seine Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen und wird nie wieder eine Sportveranstaltung in der Sportsbar Kiel gucken.

Ein stark enttäuschter Eishockeyfan, der den Saisonauftakt dank der Sportsbar Kiel beinahe verpasst hat.

Lars Braesch

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