Die erste Saison als ERV Chemnitz 07 ist zu Ende

Die erste Saison als ERV Chemnitz 07 ist zu EndeDie erste Saison als ERV Chemnitz 07 ist zu Ende
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Mit der Spielzeit 2008/09 ging für den ERV Chemnitz 07 eine Saison mit vielen Herausforderungen zu Ende. Doch die Chemnitzer hatten die Herausforderungen angenommen und größenteils gemeistert. Mit dem Regionalliga-Team, zwei hauptamtlichen Trainern und einer Vielzahl von Nachwuchsteams standen größere organisatorische und finanzielle Belastungen als jemals zuvor für einen Chemnitzer Eishockeyverein an.

Mit einem flüchtigen Blick waren es für viele nur die Wild Boys als Aufsteiger in die Regionalliga Ost. Doch weit gefehlt. Durch die Fusion aus ERC und ESV 03 standen wesentlich mehr Aufgaben an, welche erstmal zu bewältigen waren. Dabei mussten gerade organisatorisch viele Hürden genommen werden. Da sind die 32 Spiele der Wild Boys eigentlich ein Klacks. Denn immerhin galt es 15 Jugendspiele, 20 Schülerspiele, 18 Knabenspiele, 18 Spiele der Kleinschüler Meldeklasse 1, 4 Turniere und 6 Spiele der Kleinschüler-Meldeklasse 2 und 4 Ligaturnier der Bambini im Punktspielbetrieb zu absolvieren. Hinzu kamen noch eine Reihe von Freundschaftsspielen und Turnieren sowie 22 Schüler-Bundesliga-Spiele mit den Kooperationspartnern ETC Crimmitschau und EHV Schönheide.

Da die Wild Boys als Aufsteiger in die Regionalliga den vorzeitigen Klassenerhalt perfekt gemacht haben, kann man hier von einer durchaus gelungenen Saison sprechen. Auch wenn gerade gegen Ende Defizite zu erkennen waren. Jedoch war diese Saison auch zum Lernen gedacht und nun kann man auf die kommende Saison schauen und sich in der Liga etablieren.

Die Jugendmannschaft (SG Chemnitz/Schönheide) musste sich nur SG Weißwasser/Jonsdorf geschlagen geben, die bei den anschießenden Play-offs den Aufstieg in die Jugend-Bundesliga perfekt gemacht haben. Wobei man auch sagen muss, dass der neue Titelträger stark von seinen tschechischen Spielern von Slovan Frydlant profitieren konnte.

Die Schüler der Kooperation Crimmitschau, Schönheide und Chemnitz gewannen die Bundesliga Nord, Gruppe B, und verpassten den Aufstieg in die A-Gruppe gegen deren letzten, Düsseldorfer EG, in zwei Spielen. Auch in der Ostdeutschen Meisterschaft stand das B-Team der Kooperation am Ende ganz oben und kann so auf eine mehr als erfolgreiche Saison zurückblicken und nach 2001 wieder einen Titelgewinn feiern.

Die Knaben verpassten in den Play-offs trotz sehr guter Leistungen den Sprung in die Medaillenränge und wurden, wie auch das Kleinschülerteam Vierter. Der Unterschied zu den vermeintlich großen Eishockeystandorten Berlin und Weißwasser war dabei kaum zu erkennen.

Die Kleinschüler konnten ihren dritten Vorrundenplatz in den Play-offs nicht bestätigen und mussten sich hinter Crimmitschau mit Platz vier begnügen.

Die Bambini belegten Platz zwei der Liga. Dabei mussten sie sich nach vier Turnieren nur dem ESV Halle geschlagen geben. Ausschlaggebend war die 4:6-Niederlage gegen eben jene Hallenser beim Turnier in Dresden. Die beiden anderen Spiele gingen mit 2:2 unentschieden aus, was auch zugleich die einzigen Minuspunkte für Halle bedeutete.

Aber außerhalb des Ligenspielbetriebs konnten vor allem die Kleinschüler und Bambini in zahlreichen Turnieren überzeugenm, wobei wohl der Turniersieg der Kleinschüler beim international besetzten in Innsbruck als Höhepunkt gewertet werden muss.