Derby auf hochem Niveau

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nachdem der Neusser EV fünf der ersten sieben Partien der Aufstiegsrunde zur Oberliga auswärts bestreiten musste, stehen an diesem Wochenende gleich zwei Heimspiele auf dem Programm. Den Anfang macht am Freitag (20 Uhr) das Derby gegen die Zweitvertretung der Düsseldorfer EG Metro Stars, die zum Spitzenspiel in Neuss gastiert. Die Überraschungsmannschaft der Vorrunde stellt ihre Stärken auch im neuen Jahr unter Beweis. Als aktueller Tabellenführer treten die Landeshauptstädter gegen den drittplatzierten NEV an, der sich zurzeit ebenfalls in Top-Form befindet und nur einen Punkt Rückstand auf die DEG aufweist. Das Erfolgsrezept der Düsseldorfer Mannschaft ist recht einfach erklärt: Dank professioneller Trainingsbedingungen an der heimischen Brehmstraße ging die talentierte Truppe topfit und eingespielt in die Vorrunde, in der sie mehrere Favoriten hinter sich lassen konnte. Eine weitere Stärke ist die Ausgeglichenheit innerhalb der Mannschaft, die regelmäßig durch Akteure aus dem eigenen DNL-Kader verstärkt wird. Felix Schümann, Jan Pfennings und Marvin Moch - um nur einige zu nennen - haben sich inzwischen nicht nur im Nachwuchsbereich, sondern auch in der Regionalliga einen Namen gemacht. Wohin der Weg im Optimalfall führen kann, zeigt sich bei Björn Linda und Tim Schüle, die zwischenzeitlich in den Kader der Profi-Mannschaft aufrückten, oder auch bei Artur Tegkaev, der sich für einen Vertrag beim Oberligisten Herner EV empfahl. Auch wenn man so immer wieder auf wichtige Spieler verzichten muss, überzeugt die Truppe von Trainer Christof Kreutzer auch in der Aufstiegsrunde mit Spitzenleistungen, so dass man als Tabellenführer in das Duell gegen den NEV geht. Da aber auch die Neusser in den letzten Wochen für zahlreiche Überraschungen gut waren, spricht vieles für ein spannendes Derby.

Zwei Tage nach dem Derby treten die Neusser gegen die nächsten Landeshauptstädter an. Mit den Stuttgart Rebels ist eine Mannschaft zu Gast im Südpark (Sonntag, 20Uhr), die sich als zweite Kraft in der Baden-Württemberg-Liga etabliert hat. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Kooperation mit dem Zweitligisten SC Bietigheim-Bissingen, mit dessen Lizenz man auch am Spielbetrieb teilnimmt. Als letztjähriger Play-off-Halbfinalist hatten die Stuttgarter in der aktuellen Aufstiegsrunde Startschwierigkeiten, ehe man sich am vergangenen Wochenende mit einem Sieg über Ratingen zurückmeldete. Als Zweitplatzierter hinter dem ESV Hügelsheim qualifizierte man sich erneut für die Endrunde, in der man wegen des schweren Auftaktprogramms einen Fehlstart hinlegte. Erst am vergangenen Wochenende gelang beim Debüt des neu verpflichteten Kanadiers Paul Girodat der erste Sieg, mit dem es nun aufwärts gehen soll. Angetrieben von Routiniers wie Thomas Korte und Christian Seeberger sowie Spielmacher Lukas Tenkac, sorgen vor allem die Akteure aus der Bietigheimer Schule für Gefahr, auch wenn man diesmal nicht in dem Umfang auf Förderlizenzspieler zurückgreifen kann, wie noch in der vergangenen Saison. Ein gefährlicher Gegner sind die Rebels dennoch allemal, was diese auch bei der 0:4-Hinspielniederlage gegen den NEV bewiesen, bei der sie lange Zeit ein gleichwertiger Gegner waren.

Es gibt einen weiteren Abgang beim Neusser EV zu verzeichnen, denn Torhüter Marco Ohmann gehört nicht mehr zum Kader.