Derbsieg mit Umwegen

Drei Neue in LeipzigDrei Neue in Leipzig
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Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die 2179 Zuschauer in der Leipziger Messehalle 6, denn die Partie verlief zunächst nicht nach Wunsch der Blue Lions Leipzig. Am Ende stand dann aber doch der 6:5-Sieg nach Penaltyschießen gegen den ESC Halle 04. Eine Überraschung gab es gleich zu Beginn. Denn der Mann zwischen den Pfosten der Lions hieß nicht Sebastian Modes sondern Erik Reukauf. Zdenek Travnicek gab also den in Drucksituationen (wie z.B. ein Derby gegen Halle) gänzlich unerfahrenen Weißwasseraner eine Bewährungschance, eine Entscheidung die sich zunächst nicht auszahlen sollte. Denn fast mit seiner ersten Puckberührung patzte der junge Reukauf. In eigener Überzahl kam ein Hallenser Befreiungsschlag zurück zum Leipziger Goalie, dieser stoppte selbigen unbedrängt an der Bande, traf beim folgenden Passversuch aber den Puck nicht richtig und bediente mustergültig Stephan Kuhlee, der sich nicht zweimal bitten ließ und in Minute sechs zum 0:1 einschob.

Der Mittelabschnitt begann mit einem Leipziger Sturmlauf, scheiterte man zunächst am auch nicht immer sicher wirkenden Felix Feeser, war in Minute 28 der Knoten endlich geplatzt. Sebastian Berg hieß der Schütze des vielumjubelten 1:1-Ausgleich. Doch die Freude währte nur kurz, denn nur wenige Sekunden später stand Marco Blazyczek goldrichtig und brachte Halle erneute mit 2:1 in Front, abermals machte Erik Reukauf bei diesem Tor keine besonders glückliche Figur. Somit war der Jubel in MH6 schnell wieder verflogen und es dauerte ganze sechs Minuten, ehe wieder Stimmung in die Bude kam. Patrick Czajka erlöste mit seinem Treffer zum 2:2-Ausgleich in der 35. Minute den Leipziger Anhang.

Aus der zweiten Pause kamen die Blue Lions wie die Feuerwehr, erst erhöhte erneut Patrick Czajka auf 3:2 (42.), zwei Minuten später besorgte Max Kenig dann sogar das 4:2 (44.). Doch auch die Hallenser bewiesen, dass sie einen Rückstand in eine Führung umbiegen können. Unfreiwillige Unterstützung gab dabei Leipzigs Finne Max Kenig. War er an den vorangegangenen drei Leipziger Treffer noch aktiv beteiligt, so läutete er jetzt passiv von der Strafbank aus die Hallenser Aufholjagd ein. Innnerhalb von genau 194 Sekunden drehten die Bulls durch Kimstatsch (48.) in Überzahl, sowie Kuhlee (49.) und Vavroch (51.) erneute die Partie und lagen somit acht Minuten vor Ende der Partie wieder mit 5:4 in Führung. Doch Leipzig gab nicht auf, übernahm nach einer Auszeit wieder das Geschehen und drückte auf den Ausgleich. Und der fiel auch! Ausgerechnet Ron Gaudet, der zuvor in 19 Spielen bei 33 Vorlagen genau einmal ins Schwarze getroffen hatte, besorgte im Minute 54 das 5:5. Im Penaltyschießen wurde der vermeintliche Unglücksrabe doch noch zum Held des Abends. Während mit Hofverberg, Kenig, Felsch und Eichelkraut alle Leipziger Schützen trafen, parierte Erik Reukauf, bei Gegentreffern von Vavroch und Miklik, mit den Schüssen von Kasperczyk und Blazyczek zwei Hallenser Versuche und wurde so doch noch zum Matchwinner.

Tore: 0:1 Kuhlee (06.), 1:1 Berg (28.), 1:2 Blazyczek (29.), 2:2 Czajka (35.), 3:2 (42.), 4:2 Kenig (44.), 4:3 Kimstatsch (48.), 4:4 Kuhlee (49.), 4:5 Vavroch (51.), 5:5 Gaudet (54.), 6:5 (60.) Felsch (entscheidender Penalty). Zuschauer: 2179. (Quelle: www.eishockey-leipzig.de)

Zum Abschluss keine Punkte
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