Der krönende Abschluss in Neuwied blieb aus

Der krönende Abschluss in Neuwied blieb ausDer krönende Abschluss in Neuwied blieb aus
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Minutenlange, gellende Pfiffe und laute Buh-Rufe der 781 Zuschauer nach Ende der Partie beim 1:5 gegen den Königsborner JEC im Neuwieder Icehouse. Doch was war passiert? Das letzte Heimspiel der Neuwieder Bären sollte noch einmal ein Fest werden. Vor Beginn der Partie wurde Gabriel Asbach noch offiziell vom Vorstand, Mannschaft und den Fans verabschiedet. Er beendet nach langer Zugehörigkeit zum Neuwieder Eishockeyclub seine Karriere. Und dann begann das Spiel. Trainer Arno Lörsch musste lediglich auf die erkrankten Christian Neumann und Maximilian Scholl verzichten. Ziel war es, zum Ende der Saison einem etablierten Regionalligisten ein Bein zu stellen. Beide Teams begannen mit hohem Tempo und kamen dadurch zu guten Einschussmöglichkeiten. Die Bären zeigten keinerlei Respekt und trugen ihre Angriffe sehenswert vor. Den Lohn gab es bereits in der fünften Minute, als nach einer schnellen Kombination im Angriffsdrittel Andreas Halfmann auf Dennis Kobe spielte und dieser auf Stephan Petry quer legte, der keine Mühe mehr hatte, das Spielgerät im Tor unterzubringen. Den Deichstädtern war die Spielfreude anzusehen und sie spielten mit ihrem Gegner auf Augenhöhe. Aber auch Königsborn kam immer wieder zu seinen Chancen, die aber Tim Siekmann zunächst verhindern konnte. Bis zur zwölften Minute. Nach einem unkonzentrierten Abspiel von Halfmann kamen die Bulldogs in Puckbesitz. Dennis Buchwitz ließ sich die Chance nicht nehmen und glich zum 1:1 aus.

Durch eine Strafe aus dem ersten Abschnitt startete der EHC das zweite Drittel in Unterzahl. Als dann in der 22. Minute das Kräfteverhältnis gerade wieder hergestellt wurde, schlug der Puck ein zweites Mal im Neuwieder Tor ein. Derek Picklyk nutzte seine Chance und erzielte sein erstes Tor. Neuwied ließ sich dadurch allerdings nicht aus dem Konzept bringen und stürmte weiter drauf los. Nach einem Bully vor dem Neuwieder Tor mussten die Bären dann aber das 1:3, erneut durch Picklyk, hinnehmen. Nun wurden die Angriffe der Bären noch intensiver. Hatten sich beide Teams bislang durch sehenswertes Eishockey in den Vordergrund gespielt, gerieten nun die Unparteiischen in den Mittelpunkt des Geschehens. Zunächst erkannten die Schiedsrichter in der 30. Minute einen Neuwieder Treffer nicht an. Minutenlange Diskussionen endeten mit der Entscheidung: Kein Tor. Dies brachte in der Folgeminute dann einige Gemüter zum Kochen. Dabei gerieten auf Neuwieder Seite Dennis Kobe und Stephan Petry, sowie auf Königsborner Seite Derek Picklyk und Kai Domula aneinander. Nachdem die Spieler wieder voneinander getrennt waren, blieb das Spiel noch einige Minuten unterbrochen. Als dann die Schiedsrichter ihre Beratungen abgeschlossen hatten, gaben sie ihre Entscheidung bekannt. Spieldauerstrafen für alle vier Spieler. Erst langsam beruhigte sich die Situation wieder auf dem Eis. Gleichzeitig meldete sich auch Igor Engelmann mit einer Leistenverletzung aus dem Spielbetrieb ab. Ohne seinen Gardesturm war Trainer Lörsch nun gezwungen, seine Reihen umzustellen.

Im letzten Abschnitt versuchten die Bären noch einmal zurück zukommen. Doch spätestens nach dem 1:4 in der 48. Minute durch Jan Rademacher war auch bei Neuwied der Wille gebrochen. Das 1:5 durch einen Penalty in der 57. Minute von Igor Cillik war nur noch Formsache für die Gäste, die im letzten Drittel den Vorsprung sicher verwalteten. Die zweite Heimniederlage der Bären in dieser Saison war endgültig perfekt. In der Schlussminute erhielt Marco Herbel zudem noch eine Matchstrafe wegen eines Schlages gegen seinen Gegenspieler.

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