Darmstadt Dukes drehen Heimspiel

Darmstadt Dukes drehen HeimspielDarmstadt Dukes drehen Heimspiel
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Dabei sahen die Gastgeber lange Zeit wie der sichere Verlierer aus. Zwar war man zunächst bemüht, das Spiel zu machen, aber dies scheint in dieser Saison nicht unbedingt die Stärke der Dukes zu sein. Besonders das Spiel in der neutralen Zone war sehr fehlerbehaftet. Gegen spritzigere und mit vier kompletten Sturmreihen angetretene Grefrather hatte man es schwer. So konnte sich Torwart Doroschenko im Tor der Gastgeber immer wieder auszeichnen. Trotzdem war es zuerst Darmstadts Peters, der etwas Zählbares in der 9. Minute auf die Anzeigetafel brachte und den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Das erste Überzahlspiel der Grefrather rückte aber die Verhältnisse zurecht, als Ackers den verdienten Ausgleich in der 15. Minute erzielte. Und als sich Darmstadts Nissen in der Folgeminute noch einen Abwehrfehler leistete, ließ sich Holstein diese Einladung zum 2:1 aus Grefrather Sicht nicht entgehen.

So ging es in den zweiten Spielabschnitt, der in der 25. Minute einen Bandencheck am Darmstädter Geburtstagskind Noel Johnson sah. Da Johnson sich bei der Aktion im Gesicht verletzte, war eine Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer für Staudt die Folge. Grefrath verteidigte in dieser Situation aber sehr erfolgreich, ließ keine wirkliche Torchance der Dukes zu, und bekam nach einem eigenen, nur durch ein Foul gestoppten Angriff, einen Penalty zugesprochen. Grefraths Rosen vollstreckte in der 29. Minute souverän zum 3:1 und ließ Doroschenko keine Chance. Ab diesem Zeitpunkt beschränkte sich Grefrath jedoch auf die Verwaltung des Vorsprungs, was sich im dritten Drittel rächen sollte.

Darmstadt schien mit Beginn des dritten Spielabschnittes aufgewacht und kam plötzlich zu besseren Möglichkeiten, die durch Peters zum 2:3 in der 43. Minute genutzt wurde. Zwar legten die Grefrather durch Reuter nochmals zum 4:2 vor, aber praktisch im Gegenzug verkürzte Bernecker auf 3:4. Und wer die Dukes schon abgeschrieben hatte, sah sich in der 58. Minute endgültig getäuscht, denn Lingenfelser wurde seinem Ruf als Vollstrecker gerecht und erzwang mit seinem Ausgleichstreffer die Verlängerung.

In der Verlängerung avancierte Jan Nissen nach einer Strafzeit gegen Grefrath zum Matchwinner und holte mit seinem Treffer in der dritten Minute der Overtime den zweiten Punkt und am Ende verdienten Sieg für die Darmstadt Dukes.

Nach dem dritten Sieg im vierten Spiel finden sich die Dukes auf dem dritten Tabellenplatz wieder. Ob das so bleibt, hängt vom kommenden Wochenende ab. Bevor am Sonntag Schlusslicht Netphen in Darmstadt gastiert, geht es am Freitag nach Herne zum heißesten Favoriten auf den Aufstieg in die Oberliga. Hier dürften die Trauben für die Dukes sehr hoch hängen, auch wenn Herne auf einige Stammkräfte verzichten muss. Diese hatten sich bei der überraschenden 3:5-Niederlage in Neuwied bei einem wahren Strafzeiten-Festival Sperren für das Spiel am kommenden  Freitag eingehandelt.
Ein kleines bisschen Hoffnung fährt also nach Herne mit.