Crocodiles bauen Tabellenführung aus

Saisonauftakt unter neuem TrainerSaisonauftakt unter neuem Trainer
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Mit einem 6:5 (1:1, 1:1, 3:3, 1:0) Heimsieg nach Verlängerung gegen die Young Lions Frankfurt haben die RSC Darmstadt Crocodiles ihre Tabellenführung in der Regionalliga Hessen ausgebaut. Der Siegtreffer zum glücklichen Erfolg über Frankfurt gelang den Darmstädtern in der Overtime durch Routinier Martin Sasek. Bis zu diesem Zeitpunkt sahen die Zuschauer in der Darmstädter Eishalle eine zwar spannende und abwechslungsreiche, aber keineswegs hochklassige Partie zwischen dem Tabellenführer und seinem Verfolger.

Das Spiel stand für den RSC vor dem Anpfiff unter keinem guten Stern: Die Torhüter Doroschenko und Jakobi fielen wegen Verletzung bzw. Krankheit aus, ebenso fehlten kurzfristig die beiden Abwehrspieler Tim Nissen (Schulterprobleme) und Markus Odemer (berufliche Gründe). Dazu musste auch Trainer Viktor Dorochtchenko aufgrund einer Erkrankung passen und von Helmut Schulz vertreten werden. Wie erwartet wurde die Begegnung von beiden Mannschaften von Beginn mit Haken und Ösen geführt; kaum ein Zweikampf, der sauber und korrekt ablief. Gerade in den Anfangsminuten des Spiels fanden sich folgerichtig öfters Spieler beider Vereine auf der Strafbank wieder. Allerdings konnten beide Mannschaften ihre jeweiligen Überzahlsituationen nicht zu Toren nutzen. Diese sollten erst fallen, als beide Teams wieder einmal komplett spielen durften. In der 12. Spielminute erzielte Adrian Parejo die 1:0 Führung für die Gastgeber. Dieser Spielstand sollte aber nur bis zur 15. Minute halten, dann markierte Michael Schwarzer das 1:1 für die Gäste. Nur 20 Sekunden später hatte der Frankfurter Benjamin Lamm die Möglichkeit, seine Young Lions in Führung zu bringen, aber er scheiterte mit einem Penalty am Crocodiles-Torhüter Hansconrad. Der stand nur kurze Zeit später erneut im Mittelpunkt: Nach einer Attacke eines Frankfurter Spielers in seinem Torraum revanchierte er sich mit einem Faustschlag. Dieses Vergehen wurde von Schiedsrichter Amos mit einer Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauerdisziplinarstrafe geahndet. So kam kurz vor der ersten Pause „Oldie“ Oliver Schulz zu seinem Einsatz.

Oliver Schulz war zu Beginn des zweiten Drittels auch sofort der der Turm im 5-minütigen RSC Unterzahlspiel. Nachdem diese Unterzahl ohne Schaden überstanden war, kamen die Gastgeber zwar etwas besser ins Spiel, jedoch ohne das Frankfurter Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen. Torwart Manuel Murgas ließ zwar viele Schüsse nach vorne abprallen, aber leider stand dort sehr selten ein Crocodiles-Stürmer zum Nachschuss bereit. Erst in der einzigen RSC-Überzahl im zweiten Abschnitt brachten die Darmstädter den Puck im Gehäuse der Young Lions unter. Erneut traf Adrian Parejo (35.) auf Zuspiel von Marcel Gaitantzis zum 2:1 Zwischenstand. Der früherer Darmstädter Steffen Schnürer (39.) sorgte aber noch vor dem Pausengetränk für den 2:2-Ausgleich.

Der letzte Abschnitt sollte dann für die Darmstädter Gefühlslage ein Auf und Ab bringen. Zunächst schoss Adrian Parejo (46.) seinen dritten Treffer, aber nur 22 Sekunden später glichen die Young Lions durch Adrian Ostendorff erneut aus. Kurz darauf erzielte Martin Sasek den vermeintlichen vierten RSC-Treffer, doch die Frankfurter reklamierten beim Schiedsrichtergespann erfolgreich, dass sie ihren Spielerwechsel vor dem Bully noch nicht abgeschlossen hatten und somit das Spiel noch nicht weitergeführt werden durfte. Mit Wut im Bauch wollten die Crocodiles-Spieler jetzt die Entscheidung erzwingen, aber die Young Lions waren mit ihrem schnellen Konterspiel stets gefährlich. Bei diesen Angriffen musste Oliver Schulz mehrmals seine Klasse beweisen, um einen Rückstand seiner Mannen zu verhindern. Nach einem Schuss von Adrian Ostendorff (51.) war allerdings auch er machtlos, und erstmalig lagen die Frankfurter Gäste vorne. Wie im bisherigen Spielverlauf immer, dauerte es wiederum nicht lange, bis der Ausgleich fiel. Drei Minuten später traf Benedikt Peters (RSC) zum 4:4 Zwischenstand. Die Darmstädter Zuschauer waren noch am Feiern, als Benjamin Lamm 19 Sekunden später diesen Jubel unterbrach und Frankfurt mit 5:4 führte. In den nächsten Minuten versuchte der RSC dann mehr oder weniger mit der Brechstange den Ausgleichstreffer zu erzielen. Allerdings musste in dieser Phase Toni Maier ebenfalls nach einem Faustschlag unter die Dusche, doch zum Glück erhielt auch der Frankfurt Spieler eine 2+2 Minuten Strafe, so dass es keine Unterzahl gab, sondern in den letzten Minuten vier gegen vier gespielt wurde. Diesen Raum nutzte Benedikt Peters eine Minute vor Spielende zum fünften RSC Treffer. Nun folgte die Verlängerung mit dem guten Ende für den RSC durch das Siegtor von Martin Sasek (61.).

Am kommenden Sonntag, 7. Dezember, kommt es in der Frankfurter Eishalle am Ratsweg bereits zum Rückspiel. Das erste Bully findet dort um 19:30 Uhr statt.

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