Blumenhofen und Kiedewicz ebnen Weg zum Sieg

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EHC-Trainer Bernd Arnold hatte unter der Woche zunächst einmal eine Hiobsbotschaft zu verdauen: Stürmer Stephan Petry hatte sich das Wadenbein gebrochen, wird nun einige Wochen ausfallen. „Ich hoffe, dass ich zum Beginn der Oberliga-Aufstiegsrunde wieder fit und an Bord bin", sagte der Kapitän. Vorausgesetzt natürlich, der EHC erreicht diese Runde und schließt die Saison in der Regionalliga NRW auf einem der ersten vier Plätze ab. Doch wer mag nach den zuletzt konstant starken Leistungen der Deichstädter daran zweifeln.

Neben Petry musste Arnold auch auf Igor Engelmann und Dominik Kley verzichten. Dennis Stroeks trug in Vertretung von Petry das „C" auf der Brust, Marc Blumenhofen rückte für den verletzten Kapitän in die erste Sturmreihe neben Wili Hamann und Christian Czaika. Eine Formation, die sich schnell finden sollte - bereits nach fünf Spielminuten besorgte Blumenhofen auf Vorarbeit von Christian Czaika die Führung. Eine Unachtsamkeit in der Defensive des EHC nutzte Adrian Ostendorff jedoch zum Ausgleich, der Lions-Stürmer überwand in der 8. Spielminute Neuwieds Keeper Tim Kühlem.

Doch die Gäste rückten noch vor der ersten Drittelpause auf der Außen-Eisfläche am Frankfurter Eisstadion die Verhältnisse wieder zurecht. Verteidiger Andrew Stevenson in Überzahl (11.) und erneut Blumenhofen (18.) sorgten für eine 3:1-Führung nach 20 Spielminuten. Und das Arnold-Team kam mit einer Menge Schwung wieder aus der Kabine, ließ in der Defensive kaum noch Chancen zu und stellte per Doppelschlag die Weichen endgültig auf Sieg: Slawomir Kiedewicz schoss die Bären mit seinen beiden Treffern in der 23. Spielminute mit 5:1 in Führung. Die beste Chance der Hessen prallte in der 37. Minuten an den Pfosten - zu diesem Zeitpunkt saß Andreas Halfmann auf der Strafbank.

Ansonsten blieb die Partie nach der 23. Minute eher unspektakulär, was sich aber in den letzten drei Spielminuten schlagartig änderte. Fünf Treffer sollten zwischen der 57. und der 60. Minute noch fallen, drei davon für die 1b der Young Lions. Michael Keßler verkürzte auf 2:5 (57.) und 3:7 (60.), dazwischen  hatten Kai Kühlem (58.) und erneut Kiedewicz (59.) die Tore sechs und sieben erzielt. Mit der Schlusssirene - auf der Stadionuhr war die Zeit bereits abgelaufen - traf Frankfurt noch zum 4:7.

 „Wir haben mit wenig Aufwand die drei Punkte eingefahren“, sagte ein zufriedener Bernd Arnold. „Das war ein Pflichtsieg, die Pflicht ist erfüllt. Ansonsten war es eher ungewohnt, draußen und fast ohne Fans und Stimmung zu spielen. Wenngleich unsere Fans uns natürlich toll unterstützt haben. Wir haben im zweiten Drittel phasenweise wunderschönes Eishockey gespielt, freuen uns jetzt aber darauf, am Sonntag vor dem heimischen Fans zu spielen und uns mit einem möglichen Sieg an die Tabellenspitze der Regionalliga zu schießen.“

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