Bewegender Abschied

Piranhas laden zur PartyPiranhas laden zur Party
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Mit 12:4 (3:1, 4:1, 5:2) gewannen die Rostock Piranhas am Sonntagabend ihr Heimspiel gegen den ECC Preußen Berlin. Doch im Mittelpunkt des Abends stand die Verabschiedung von Yann Jeschke, der nach vier Jahren beim REC seine Eishockeykarriere aus beruflichen Gründen beendet.

Genau 42 Sekunden dauerte es, bis Jan Michalek bei angezeigter Strafe für die Preußen den Torreigen eröffnete. Doch ließen sich die engagiert aufspielenden Preußen durch den frühen Rückstand nicht beeindrucken und konnten zunächst gut mithalten. Verdient kamen sie in der zwölften Minute durch Dennis Thielsch zum Ausgleich. Doch nur wenige Minuten später gerieten die Preußen erneut in Rückstand. Bei 5:3-Überzahl brauchten die Piranhas gerade 13 Sekunden, bis Karol Bartanus einnetzen konnte. In der folgenden 5:4-Überzahl legte Petr Hruby nach, so dass es mit 3:1 in die Kabinen ging.

Genau 61 Sekunden dauerte es im zweiten Drittel, da hatten die gut 1200 Zuschauer in der Eishalle an der Schillingallee schon wieder den Torschrei auf den Lippen. Und wieder war es Michalek, der das Publikum zum Jubeln brachte. Doch anders als im ersten Drittel ließen die Piranhas die Preußen nun nicht mehr ins Spiel kommen, sondern setzten sie permanent unter Druck und konnten mit drei weiteren Toren innerhalb von acht Minuten das Spiel frühzeitig für sich entscheiden. Der Widerstand der Preußen war jetzt gebrochen und das 7:2 für die Gäste, erzielt von Philipp Reuter, war schon nur noch Ergebniskosmetik.

Drei Minuten, 39 Sekunden im dritten Drittel: wieder ist es Jan Michalek, der das erste Tor schießt. Aber auch seine Mitspieler in der ersten Reihe zeigten sich jetzt noch angriffslustig und schraubten durch zwei schön heraus gespielte Tore von Bartanus und einen Shorthander von Pavel Blaha das Ergebnis auf 11:2. Zehn Minuten vor dem Ende nahm Trainer Jaschin dann Branislav Hippik aus dem Tor der Piranhas. Der neue Goalie, Dennis Jacobi, kam zu seinem Debüt im Trikot der Piranhas und konnte sich gleich mit einigen guten Paraden einführen. Allerdings musste er sich auch zweimal geschlagen geben: Reuter verwandelte einen Abpraller, Michael Henk vollendete nach einer schönen Kombination der Preußen. Beide Male war Jacobi ohne Chance.

Doch das war noch nicht der Endstand. Den Endstand stellte Yann Jeschke, von Blaha frei gespielt, 2 Sekunden vor Schluss her. Mit seinem letzten Schuss für die Piranhas erzielte er sein siebzehntes Tor (bei 42 Assists) und verabschiedete sich gleichzeitig von den Piranhas. Wie der REC in der vergangenen Woche mitteilte, wird Yann Jeschke seine Eishockeykarriere aus beruflichen Gründen beenden. Nach dem Abpfiff bereiteten Verein, Mannschaft und Fans ihm einen bewegenden Abschied. Pressesprecherin Juliana Vießmann im Namen des Vereins und mehrere Fanclubs überreichten ihm Geschenke, Ronny Schneider und David Hördler schoben ihn für eine Ehrenrunde auf einem Stuhl sitzend über die Eisfläche. Anschließend wurde sein Spieler-Trikot versteigert, dass für 205 € einen neuen Besitzer fand. Mit Sprechchören und Plakaten bedankten sich die Fans für seine stets freundliche Art und vorbildlichen Einsatz in 151 Pflichtspielen für den REC.

Tore: 1:0 (0:42) Michalek (Bartanus, Blaha), 1:1 (11:52) Thielsch (Wunderlich), 2:1 (14:24) Bartanus (Blaha/5-3), 3:1 (16:13) Hruby (Schneider, Hördler/5:4), 4:1 (21:01) Michalek (Blaha, Hainke), 5:1 (23:57) Garthe (Michalek), 6:1 (27:05) Vojcak (Schneider, Garthe), 7:1 (28:08) Stratmann (Vojcak), 7:2 (39:21) Reuter (Hurabanek), 8:2 (43:39) Michalek (Bartanus, Haupt), 9:2 (44:37) Bartanus (Michalek, Franz), 10:2 (48:24) Bartanus (Haupt), 11:2 (56:43) Blaha (Bartanus/4-5), 11:3 (56:55) Reuter (Henk, Weise/5-4), 11:4 (59:13) Henk (Hurbanek, Weise), 12:4 (59:58) Jeschke (Blaha, Haupt). Strafen: Rostock 8, Berlin 6. Zuschauer: 1208.

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