Beharrlichkeit schlägt EffizienzDinslakener Kobras

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Dabei trafen unermüdlich anrennende Kobras auf clever verteidigende Bördeindianer. Nimmt man die Spielanteile und Torschüsse als Maßstab, so hätte dieser Sieg eigentlich deutlich höher ausfallen müssen. Doch bei den Hausherren offenbarte sich das alte Problem, dass man einfach zu viele Torchancen benötigt, um einen Treffer zu erzielen und die Gäste von der Soester Börde verteidigten geschickt mit Mann und Maus vor ihrem eigenen Gehäuse und setzten immer wieder nadelstichartige Konter Richtung Felix Zerbe, der den verletzten Dennis Rudolph erneut hervorragend zwischen den Pfosten vertrat. Immer wieder brachten sie die Kobra-Defensive mittels eines genauen Steilpasses in den Lauf eines Mitspielers in Verlegenheit.

Erfreulich auf Dinslakener Seite, dass sich das Toreschießen endlich einmal auf mehrere Schultern verteilte es nicht ausschließlich Kapitän Haßelberg und Jan-Anton Baron vorbehalten war. Personell konnte Trainer Tsvetkov diesmal nahezu aus dem Vollen schöpfen, so dass ein konditionelles Einbrechen trotz des Freundschaftsspiels gegen die Duisburger Füchse 23 Stunden zuvor ausblieb.

Und so lebte diese Begegnung von der ersten bis zur letzten Minute von der Spannung aufgrund des Spielstandes und vom Kampf. Die Vorentscheidung fiel zugunsten der Kobras, als Sebastian Sprenger von der Soester EG seinem Team durch einen heftigen Bandencheck gegen Jan-Anton Baron, daraufhin  mit fünf Minuten plus einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegt, einen Bärendienst erwies.

Die Kobras nutzten die fünfminütige zahlenmäßige Überlegenheit, um den 4:3 – Führungstreffer zu erzielen. Und als die Gäste zwar gerade wieder komplett, aber noch nicht in der Verteidigung sortiert waren, zogen die Niederrheiner durch Treffer Nummer 5 in Person von Joey Menzel entscheidend davon.

Kurz danach hatte der Tabellennachbar der Kobras Pech, als ein Schuss mit hoher Geschwindigkeit ihrer Meinung nach im Tor das hintere Torgestänge traf und von dort aus wieder ins Spielfeld zurückprallte. Das Schiedsrichtergespann, welches diesmal aus drei souverän pfeifenden Damen bestand, hatte nicht erkennen können, ob der Puck die Torlinie überschritten hatte oder nicht und erkannten dem vermeintlichen Treffer die Gültigkeit ab. Unmittelbar danach traf Kobra-Stürmer Benedikt Hüsken 107 Sekunden vor der Schlusssirene in das inzwischen verwaiste Gästegehäuse zum 6:3-Endstand.

Mit diesem Sieg ist man auf Seiten der Kobras tabellarisch an der Soester EG vorbeigezogen und kann sich Richtung Tabellenmitte orientieren. Ob man bereits gerüstet ist, es jetzt schon mit den Großen der Liga aufzunehmen, wird sich am kommenden Freitag, 1. November (Allerheiligen) zeigen, wenn sich mit dem EHC Neuwied einer der Titelaspiranten erstmalig in dieser Saison in der Dinslakener Eissporthalle vorstellt.

An diesem Abend wollen Timothy Tanke & Co. klarstellen, dass sie bei weitem nicht so schlecht sind, wie dies das 0:10-Hinspielergebnis aussagt.

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