Beachboys vor schwierigem Wochenende

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Am vorletzten Wochenende der Hauptrunde in der Regionalliga Nord hat der EHC Timmendorfer Strand zwei schwere Nüsse zu knacken: Am Freitag (20 Uhr) reisen die Strandjungs zum amtierenden Meister nach Braunlage, am Sonntag (19 Uhr) kommt der Adendorfer EC zum „Dorf-Derby“ an die Ostsee.

Nicht länger für den AEC auflaufen wird der Ex-Timmendorfer Rino Schroeder: Vom 27-jährigen Allrounder trennte sich der „ewige Lokalrivale“ unter der Woche. „Durch die große geographische Entfernung seines Heimatortes Kiel ist eine hundertprozentige sportliche Einbindung ins Team leider nie richtig möglich geworden. Deshalb war die Trennung von Rino notwendig“, so der AEC in seiner Begründung. Als Ersatz holte Trainer Lumir Mikesz den erst 18-jährigen Stürmer Patrick Folkert aus Hamburg vom Altonaer SV, der für den EC Bad Nauheim bereits Erfahrungen in der Junioren-Bundesliga sammelte und schon seit Saisonbeginn in Adendorf mittrainiert. Vor Weihnachten bekam der AEC-Kader bereits durch Benjamin Zech aus Rostock Zuwachs: Der 20-Jährige war im letzten Jahr Mitglied der Braunlager Meistermannschaft und kam am Wurmberg in 23 Spielen auf 26 Punkte.

Die Heidschnucken könnten mit einem Sieg in Timmendorf bereits im viertletzten Spiel die letzten Zweifel an der Qualifikation für die Meisterrunde beseitigen. Neben dem EHCT und (wahrscheinlich) dem AEC stehen bereits der verlustpunktfreie Spitzenreiter aus Rostock, die Harzer Wölfe Braunlage und die Weser Stars aus Bremen als sichere Teilnehmer an der Endrunde fest. Der sechste und letzte Platz ist noch heiß umkämpft: Bis auf Schlusslicht Salzgitter haben noch alle Teams Hoffnung auf das begehrte Ticket, auch wenn die Chancen der beiden Hamburger Teams eher theoretischer Natur sein dürften. Die Meisterrunde wird ab Februar als Einfachrunde gespielt (also 10 Spiele für jedes Team), die zwei besten messen sich anschließend in Playoffs mit den beiden stärksten Teams der Regionalliga West (die Füchse Duisburg und die Moskitos Essen gelten als Favoriten) und ermitteln den gemeinsamen Meister.

Geht es nach den Vorschlägen der führenden Funktionäre des DEB, der ESBG und der Landesverbände, wird es die Regionalliga in dieser Form ab der kommenden Saison nicht mehr geben: Am vergangenen Wochenende einigte man sich auf einer Ligen-Versammlung in Hannover darauf, dass ab der kommenden Saison die Oberliga als Unterbau der 2.Bundeliga dreigleisig (Süd, Ost und Nordwest) gespielt werden soll: Die Beachboys würden in diesem Modell ihre neue Heimat in der Oberliga Nordwest finden, wobei in dieser der Norden und Westen jeweils eine separate Vorrunde spielen würde, bevor beide Regionen in einer gemeinsamen Meisterrunde verschmelzen. Nicht nur für den EHCT, der dadurch von der vierten in die dritte Liga „aufsteigen“ würde, scheint dies eine attraktive Lösung zu sein, auch der gesamte Oberliga-Bereich sollte davon profitieren: Spannende Spiele auf gutem Niveau, trotzdem weiter viele Derbys und ein möglicher Aufstieg in die 2.Bundesliga sind nur ein paar Aspekte, die vermuten lassen, dass diese Lösung (endlich) zu einem stabilen und funktionierenden Ligengebilde unterhalb der 2. Bundeliga führt. Endgültig beschlossen ist allerdings noch nichts, dies soll im März auf einer außerordentlichen DEB-Mitgliederversammlung nachgeholt werden.

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