Beachboys unter Zugzwang

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Zwei Spiele stehen für Regionalligist EHC Timmendorfer Strand an diesem Wochenende an: Am Freitag (20 Uhr) tritt das Team von Trainer „Matze“ Schnabel bei den Langenhagen Jets an, ehe am Sonntag (18 Uhr) wie schon zum Meisterrunden-Auftakt die Pferdeturm Towers zu Gast in Timmendorf sind. Der EHCT trägt auch sein zweites Spiel gegen die „Türme“ im ETC aus, da es in Hannovers Kulttempel zu terminlichen Engpässen kam, so dass das Heimrecht kurzerhand an die Ostsee abgegeben wurde.

Für die Beachboys geht es nach dem verpatzten Start in die Meisterrunde an diesem Wochenende schon um alles, soll das letzte Saisonspiel in Braunlage am 14. März tatsächlich das angepeilte „Endspiel“ um die Meisterschaft werden. „Jetzt müssen wir alles gewinnen. Egal, wie der Gegner heißt“, gab sich Top-Scorer Korbinian Witting nach der ernüchternden 2:4-Heimniederlage zum Auftakt gegen die Towers kämpferisch: „Die Meisterschaft bleibt unser Ziel.“

Den ersten „Pflichtsieg“ gilt es am Freitag in Lagenhagen zu holen. Der Aufsteiger um Ex-Nationalspieler Lenny Soccio qualifizierte sich gleich in seiner ersten Regionalliga-Saison souverän für die Meisterrunde. Auch den Strandjungs konnten die Jets schon ein Bein stellen: Kurz vor Weihnachten verlor der EHCT mit 4:5 im nagelneuen Soccio-Center. Am ersten Meisterrunden-Wochenende gab es allerdings nichts zu holen für das Team von Coach Bruce Keller: Gegen Top-Favorit Braunlage war man beim 0:8 und 1:6 chancenlos. Trotzdem stehen im Kader der Jets einige bekannte Namen, die dafür sorgen sollten, dass die Beachboys ihren Gegner nicht unterschätzen: In der Defensive bürgen vor allem die routinierten Verteidiger Frank Richardt (früher Adendorf) und Kapitän Dieter Reiss (EC Hannover) für Qualität. Im Sturm gilt es neben Soccio vor allem auf die Youngster Jeffrey und Marc-André Keller sowie den Ex-Harzer Stephan Hiendlmeyer zu achten.

Am Sonntag will sich der EHCT dann für die überraschende Auftakt-Pleite gegen die Pferdeturm Towers revanchieren. Während die Beachboys durch diese Niederlage unter erheblichem Druck stehen, hat der Favoritenschreck aus der niedersächsischen Landeshauptstadt sein Soll mit dem Sieg in Timmendorf schon übererfüllt: „Jeder Punkt in der Meisterrunde ist für uns ein gewonnener Punkt“, gab sich Towers-Sprecher Jens Danzer vor Beginn der Meisterrunde bescheiden. Dass man trotzdem nicht gewillt ist, die Punkte kampflos „herzuschenken“, mussten die Beachboys am letzten Freitag schmerzlich feststellen. Obwohl das „Farmteam“ der Indians nur elf Feldspieler zur Verfügung hatte, da das Junioren-Bundesliga-Team zeitgleich sein letztes Saisonspiel bestritt, war der Sieg des Außenseiters nicht unverdient. Ganz besonders der oberliga-erfahrene Klaas Feser stellte mit drei Treffern seine Klasse unter Beweis, während in der Verteidigung vor allem die jungen Armin Finkel und Robin Thomson aufräumten. Auf letzteren muss Spielertrainer Ronny Schubert am Sonntag aber wahrscheinlich verzichten: Der Sohn des Ex-Nationalspielers Greg Thomson (heute Trainer des DEL-Clubs ERC Ingolstadt) wird aller Voraussicht nach im Oberliga-Team der Indians gegen Süd-Spitzenreiter Peiting gebraucht. Dazu fehlen Goalie Stephan Miskovic (Innenbandverletzung) und Lliam Webster. Der australische Kontingentspieler reiste unter der Woche zurück nach „Downunder“ und schnürt ab sofort wieder für seinen Heimatverein Melbourne Ice die Schlittschuhe.

Bei den Beachboys fehlt am Freitag lediglich Dennis Overbeck, der aus beruflichen Gründen zumindest in Langenhagen passen muss. Dafür kann an diesem Wochenende möglicherweise Christian Ciupka nach langer Pause sein Comeback geben. Das Tor der Ostholsteiner hütet am Freitag Björn Reinke, am Sonntag sollen sich Matthias Rieck und Wyatt Russell abwechseln.

Radio Overtime übertragt beide Spiele auf www.radio-overtime.de live. Im Channel 2 sind die Beachboys zu hören.


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